Das Biotech-Unternehmen ImmunityBio verzeichnet derzeit eine Reihe klinischer und regulatorischer Erfolge. Während das Krebsmedikament ANKTIVA für dreistellige Wachstumsraten sorgt und neue Produktionsmeilensteine erreicht wurden, offenbart ein Blick in die Bilanz tiefe Risse. Neben massiven operativen Verlusten sorgen jüngste Insiderverkäufe auf Führungsebene für Diskussionsstoff unter Anlegern.

Produktionserfolge und Pipeline-Fortschritte

Auslöser für den jüngsten Kurssprung am Freitag war der erfolgreiche Abschluss zweier technischer Produktionsprogramme. ImmunityBio hat damit einen sicheren und skalierbaren Herstellungsprozess für seine Zelltherapie-Plattform etabliert. Erste Phase-I-Daten an 74 Probanden bestätigten die Sicherheit der Infusionen. Zusätzlichen Rückenwind lieferten präklinische Daten auf dem AACR IO Kongress: In Modellen für kleinzelligen Lungenkrebs führte die Kombination der Zelltherapie mit dem Hauptprodukt ANKTIVA zu einer signifikanten Verringerung des Tumorvolumens.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ImmunityBio?

Parallel zur Forschung treibt das Unternehmen die kommerzielle Vermarktung seiner Immuntherapie voran. Nach Zulassungen in den USA, Großbritannien und der EU sicherte sich ImmunityBio kürzlich Vertriebspartnerschaften in Europa und dem Nahen Osten. Ein weiterer potenzieller Kurstreiber ist die US-Gesundheitsbehörde FDA. Am 9. März reichte das Management einen ergänzenden Zulassungsantrag für eine spezielle Form von Blasenkrebs ein. Die Behörde forderte lediglich zusätzliche Langzeitdaten an, verzichtete aber auf neue klinische Studien.

Umsatzsprung trifft auf Insiderverkäufe

Finanziell präsentiert sich ein zwiespältiges Bild. Der Jahresumsatz 2025 kletterte um rund 700 Prozent auf 113 Millionen US-Dollar. Einer extrem hohen Bruttomarge von über 99 Prozent steht jedoch eine negative EBIT-Marge von minus 278 Prozent gegenüber. Die Profitabilität liegt aufgrund der hohen Forschungsausgaben und eines negativen freien Cashflows von knapp 72 Millionen US-Dollar in weiter Ferne.

Vor dem Hintergrund dieser Diskrepanz und eines Kursanstiegs von über 300 Prozent im laufenden Jahr realisierten Führungskräfte zuletzt Gewinne. Direktor Barry J. Simon trennte sich Ende Februar in mehreren Tranchen von 250.000 Aktien im Wert von knapp 2,7 Millionen US-Dollar. Insgesamt summierten sich die Insiderverkäufe in den vergangenen drei Monaten auf rund 4,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig prüft die Kanzlei Pomerantz LLP mögliche rechtliche Schritte im Zusammenhang mit früheren klinischen Veröffentlichungen des Unternehmens.

Im vierten Quartal 2026 plant ImmunityBio den nächsten großen regulatorischen Schritt: die Einreichung eines weiteren Zulassungsantrags basierend auf der QUILT-2.005-Studie, die eine Komplettremissionsrate von 84 Prozent zeigte. Bis dahin besteht die zentrale operative Aufgabe des Managements darin, die neu geschaffenen globalen Vertriebsstrukturen zu nutzen, um die Lücke zwischen dem rasanten Umsatzwachstum und den anhaltenden operativen Verlusten zu schließen.

ImmunityBio-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ImmunityBio-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:

Die neusten ImmunityBio-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ImmunityBio-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ImmunityBio: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...