International Business Machines (IBM) richtet den Blick nach vorn und setzt mit einer neuen Plattform voll auf digitale Souveränität und KI. Doch während Analysten das Kursziel anheben, trüben einmalige Kosten für den Umbau der Belegschaft die kurzfristigen Gewinnaussichten. Gelingt dem Tech-Riesen der Spagat zwischen Innovation und Kosteneffizienz?

Fokus auf digitale Souveränität

Im Zentrum der strategischen Neuausrichtung steht die angekündigte Software „IBM Sovereign Core“. Diese Lösung zielt spezifisch auf Unternehmen und Regierungen ab, die aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen eine strikte Kontrolle über ihre Technologie-Infrastruktur benötigen. IBM adressiert damit die wachsende Nachfrage nach sicheren Umgebungen für KI-Anwendungen. Die technische Vorschau soll bereits im Februar starten, der vollständige Marktstart ist für Mitte 2026 geplant.

Analysten sehen Potenzial

Die Wall Street reagiert überwiegend positiv auf die Entwicklung. Die Bank of America Securities bestätigte ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 315 auf 335 USD an – ein Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie des Konzerns. Auch die Jefferies Financial Group stufte die Aktie kürzlich von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch.

Dennoch bleibt eine gewisse Skepsis im Markt bestehen. Der breite Konsens der Analysten liegt weiterhin bei einem „moderaten Kauf“, was darauf hindeutet, dass die Überzeugung noch nicht universell ist.

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Belastung durch Umbaukosten

Trotz der Innovationskraft warnen Experten vor finanziellen Hürden auf dem Weg in das Jahr 2026. Ein wesentlicher Faktor ist der laufende Umbau der Belegschaft („Workforce Rebalancing“), der voraussichtlich Kosten in Höhe von rund 400 Millionen USD verursachen wird.

Diese Sonderbelastung drückt auf die Profitabilität: Für das Gesamtjahr 2025 rechnen Experten nun mit einem Anstieg der Vorsteuer-Gewinnmarge um lediglich 70 Basispunkte. Dies liegt deutlich unter der eigenen Prognose des Unternehmens, die eine Ausweitung von über 100 Basispunkten in Aussicht gestellt hatte.

An der Börse überwog zuletzt jedoch der Optimismus. Die Aktie kletterte am Freitag um 2,59 Prozent auf 305,67 USD und notiert damit nur noch knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Ausblick auf 2026

Für das Fiskaljahr 2026 richten sich die Blicke nun auf die Erreichung der finanziellen Ziele. Analysten kalkulieren derzeit mit einem Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent und einem Free Cash Flow in der Größenordnung von 15 Milliarden USD. Ob IBM diese Marken trotz der aktuellen Umbaukosten erreichen kann, wird die Bewertung der Aktie in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.

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