Lange Zeit galt IBM als träger Riese im Tech-Sektor, doch CEO Arvind Krishna baut den Konzern konsequent um. Diese Transformation scheint nun auch skeptische Marktbeobachter zu überzeugen: Die Investmentbank Jefferies hat das Rating zum Jahresstart heraufgesetzt und sieht erhebliches Aufwärtspotenzial. Ist die aktuelle Bewertung des IT-Urgesteins im Vergleich zur Software-Konkurrenz tatsächlich zu günstig?

Aufwertung durch Jefferies

Zum Wochenstart sorgte eine positive Einschätzung der Analysten für Auftrieb. Jefferies stufte das Papier am 5. Januar von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel signifikant von 300 auf 360 US-Dollar an. Der Analyst Brent Thill begründete diesen Schritt mit einem klareren Pfad zu beschleunigtem Software-Wachstum.

Im Kern der Analyse steht eine fundamentale Bewertungslücke: IBM wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 26 für das Jahr 2027 gehandelt, während vergleichbare Software-Großkonzerne durchschnittlich auf den Faktor 35 kommen. Diese Diskrepanz deutet laut Jefferies auf Nachholbedarf hin, sofern IBM die Synergien aus der Tochter Red Hat und den jüngsten Zukäufen erfolgreich nutzt. Die Aktie reagierte im Wochenverlauf positiv und notierte zum Freitagsschluss bei 304,22 USD, was einem Wochenplus von gut 3 Prozent entspricht.

Milliarden-Deal mit Confluent auf Kurs

Parallel zur Analystenmeinung treibt das Management die operative Expansion voran. Die geplante Übernahme des Data-Streaming-Spezialisten Confluent für 11 Milliarden US-Dollar in bar soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Der Zukauf ist strategisch hochrelevant: Confluents Technologie, die auf der Open-Source-Plattform Apache Kafka basiert, ermöglicht die Echtzeit-Verarbeitung riesiger Datenströme.

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Dies gilt als kritische Infrastruktur für moderne KI-Anwendungen. IBM zufolge hat sich der adressierbare Markt für diese Lösungen zwischen 2021 und 2025 auf 100 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Finanziell soll sich der Deal bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss positiv auf das bereinigte Ergebnis (EBITDA) auswirken.

Fokus auf Hybrid Cloud und KI

Unter der Führung von Arvind Krishna setzt der Konzern gezielt auf Zukäufe im Bereich Hybrid Cloud und Software, um die Abhängigkeit vom klassischen Hardware-Geschäft zu verringern. Nach der bereits im Februar 2025 abgeschlossenen Übernahme von HashiCorp für 6,4 Milliarden Dollar markiert der Confluent-Deal die größte Akquisition seit dem Kauf von Red Hat im Jahr 2019.

Das Ziel ist klar definiert: Der Anteil an margenstarken, wiederkehrenden Software-Umsätzen soll steigen. Jefferies sieht in seinem Sektorausblick für 2026 genau hier die Stärke von IBM, da das Unternehmen gut positioniert sei, um von der zunehmenden Monetarisierung von KI-Anwendungen im Unternehmensumfeld zu profitieren.

Ausblick auf Quartalszahlen

Ob die Integration der neuen Zukäufe wie geplant verläuft, dürfte sich bald konkretisieren. Am 28. Januar 2026 legt IBM die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Investoren werden dabei besonders auf Updates zum Zeitplan der Confluent-Übernahme sowie auf Hinweise zu den erwarteten Synergieeffekten achten.

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