Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen rückt IBM verstärkt in den Fokus der Wall Street. Die Investmentbank Evercore ISI hat den Technologiekonzern auf ihre Liste für „Tactical Outperform“ gesetzt und rechnet fest mit positiven Überraschungen beim kommenden Bericht. Während Optimisten auf den KI-Umbau und starke Infrastruktur-Daten setzen, warnen andere Experten angesichts der sportlichen Bewertung vor zu hohen Erwartungen.

Taktische Wette auf die Zahlen

Der Schritt von Evercore ISI ist als klares Signal für den kurzfristigen Handel zu verstehen. Die Analysten erhöhten ihr Kursziel von 315 auf 330 US-Dollar und prognostizieren einen sogenannten „clean beat“ – also ein Übertreffen der Erwartungen ohne buchhalterische Tricks. Als Treiber für diesen Optimismus identifizieren die Experten drei Kernbereiche:
* Stärke im Infrastruktur-Segment, gestützt durch den aktuellen Mainframe-Zyklus.
* Spürbare Verbesserungen in der Beratungssparte.
* Erreichbare Wachstumsziele im Software-Bereich.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?

Diese Einschätzung steht im Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung: Die Aktie verzeichnete auf 7-Tages-Sicht ein Minus von knapp 13 Prozent und notiert aktuell bei 259,25 Euro.

Hohe Bewertung mahnt zur Vorsicht

Auch JPMorgan Chase & Co. passte das Kursziel nach oben an (von 290 auf 312 US-Dollar), behielt jedoch das Rating „Neutral“ bei. Diese Zurückhaltung begründet die Bank mit der Bewertung. Trotz der Anerkennung des operativen Momentums wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 35 kritisch gesehen. Dieser Wert liegt am oberen Ende des Sektors und deutlich über dem historischen Durchschnitt von IBM, was das Risiko-Chancen-Profil für langfristige Anleger trübt.

Neben den reinen Finanzkennzahlen blickt der Markt gespannt auf die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Neue Produkte auf der watsonx-Plattform und strategische Partnerschaften sollen beweisen, dass IBM die KI-Fantasie auch in konkrete Umsätze bei Großkunden ummünzen kann.

Ausblick auf den 28. Januar

Alle Augen richten sich nun auf den Berichtstermin am kommenden Dienstag, den 28. Januar. Der Marktkonsens liegt bei einem Umsatz von rund 19,2 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie zwischen 4,29 und 4,33 US-Dollar. Entscheidend wird sein, ob IBM neben diesen Zahlen auch die geplanten Kosteneinsparungen von 4,5 Milliarden US-Dollar bestätigen kann. Ein Verfehlen der Prognosen könnte angesichts der ambitionierten Bewertungskennziffern den jüngsten Abwärtstrend verschärfen.

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...