Gleich mehrere Faktoren treffen IBM gleichzeitig: Kurszielkürzungen von JP Morgan und BMO Capital, Sorgen um die Verwässerung durch die milliardenschwere Confluent-Übernahme und frische Verkäufe institutioneller Investoren. Das Ergebnis: ein Kursrückgang von knapp 4 Prozent am Dienstag — während der Gesamtsektor für Software und IT-Dienstleistungen an diesem Tag zulegte.

Analysten senken die Latte

Mitte März hatten zwei namhafte Investmentbanken ihre Kursziele für IBM deutlich gekappt. JP Morgan senkte das Ziel von 317 auf 283 US-Dollar, BMO Capital sogar von 350 auf 290 US-Dollar — bei unveränderter neutraler Einstufung in beiden Fällen. Solche Revisionen signalisieren, dass die Banken die Wachstumsperspektiven kurzfristig skeptischer einschätzen als zuvor.

Ein Faktor dahinter ist die Verlangsamung im Red Hat-Segment. Das hybride Cloud-Geschäft gilt als Kernstück von IBMs Transformationsstrategie — schwächelt es, gerät die Marge unter Druck.

Confluent-Deal: Strategisch sinnvoll, kurzfristig teuer

Am 17. März schloss IBM die Übernahme der Datenstreaming-Plattform Confluent für 11 Milliarden US-Dollar ab. Das Unternehmen positioniert den Zukauf als zentralen Baustein seiner KI-Strategie für Unternehmenskunden. Confluent wird von mehr als 6.500 Firmen genutzt, darunter 40 Prozent der Fortune-500-Konzerne.

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Der Markt reagiert jedoch vor allem auf die Bilanzbelastung. Analysten schätzen, dass die Transaktion den Gewinn je Aktie 2026 um rund 600 Millionen US-Dollar verwässert. Das ist ein spürbarer Gegenwind für ein Jahr, in dem IBM ohnehin eine Wachstumsverlangsamung einkalkuliert — von geschätzten 8 Prozent in 2025 auf über 5 Prozent im laufenden Jahr.

Institutionelle Signale gemischt

Auf der Investorenseite zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Dynamic Advisor Solutions reduzierte seine IBM-Position im vierten Quartal 2025 um 14,1 Prozent. Gleichzeitig meldete Clear Trail Advisors am Dienstag per 13F-Filing einen Neueinstieg. Klare Richtung sieht anders aus.

Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein technisches Zeichen, dass der Druck seit Längerem anhält.

Nächste Wegmarken: Quartalszahlen und Aktionärsmeeting

Am 22. April legt IBM seine nächsten Quartalszahlen vor. Sechs Tage später, am 28. April, findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Auf der Agenda stehen neben Routinepunkten wie der Wahl von 13 Direktoren und der Bestätigung von PricewaterhouseCoopers als Abschlussprüfer auch umstrittenere Themen — darunter ein Aktionärsantrag auf einen Bericht zu KI-Bias, den der Vorstand zur Ablehnung empfiehlt. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob IBMs KI-Pipeline — inklusive der erweiterten Partnerschaft mit Nvidia für Blackwell-Ultra-GPUs auf IBM Cloud — bereits messbare Ergebnisse liefert.

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