Der Baukonzern Hochtief hat gestern seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen durchaus beeindruckend aus. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 38,2 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um 21 Prozent. Das operative Nettoergebnis legte um 26,3 Prozent auf 789,3 Millionen Euro zu und übertraf damit die Analystenschätzungen. Trotzdem verlor die Aktie zeitweise deutlich an Boden und notierte zuletzt 1,7 Prozent im Minus bei 398 Euro.

Was war da los? Nach der Zahlenvorlage erlebten Anleger eine Achterbahnfahrt: Zunächst sprang der Kurs auf ein Rekordhoch von 409,40 Euro, drehte dann aber ins Minus. Offenbar hatten die Erwartungen vor den Zahlen bereits sehr hoch gelegen – die Aktie hatte seit dem Sommer einen Höchststand nach dem anderen verbucht und steht im laufenden Jahr mit plus 18 Prozent glänzend da.

KI-Boom als Wachstumstreiber

Die Geschäftsentwicklung profitiert massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Allein bei der US-Tochter Turner hat sich der Auftragseingang im Bereich Rechenzentren verdoppelt. Insgesamt belief sich der Auftragseingang in diesem Segment auf 16,8 Milliarden Euro – das entspricht 21 Prozent des gesamten Auftragsbestands. Tech-Konzerne investieren Milliarden in neue Rechenkapazitäten, und Hochtief sitzt an der Quelle dieses Booms.

Auch für die Zukunft ist Unternehmenschef Juan Santamaría Cases optimistisch: Der Konzern beschäftigte Ende 2025 rund 61.500 Mitarbeiter und stellte allein im vergangenen Jahr 4.500 Ingenieure und technische Fachleute ein. Besonders in Deutschland will Hochtief weiter expandieren. Der Auftragsbestand hierzulande hat sich in den vergangenen drei Jahren auf 5,2 Milliarden Euro nahezu verdoppelt – und soll sich in den kommenden zwei bis drei Jahren nochmals verdoppeln.

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Ausblick überzeugt nur teilweise

Für 2026 rechnet Hochtief mit einem bereinigten Nettogewinn zwischen 950 Millionen und 1,025 Milliarden Euro. Analysten lagen bislang am unteren Ende dieser Spanne. Die Dividende steigt auf 6,60 Euro je Aktie nach 5,23 Euro im Vorjahr – davon profitiert auch der spanische Mutterkonzern ACS, dem gut drei Viertel der Anteile gehören.

Das Analysehaus Jefferies hat am Freitag das Kursziel von 371 auf 387 Euro angehoben, die Einstufung aber bei "Hold" belassen. Analyst Graham Hunt verwies darauf, dass die Aktie angesichts vorab hoher Erwartungen leicht negativ reagiert habe. Zwar bestätige die Analystenkonferenz die konservative Ausblickspolitik von Hochtief, doch präferiere er weiterhin die Aktien des Mutterkonzerns ACS – ein Hinweis darauf, dass die Dynamik nachlässt.

Die Zahlen sind stark, die Pipeline ist voll. Doch offenbar hatte der Markt noch mehr erwartet.

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