Nach Monaten der Unsicherheit ordnet die Wall Street das Telemedizin-Unternehmen Hims & Hers neu ein. Eine Reihe von Analysten hat in den vergangenen Tagen die Kursziele spürbar angehoben. Auslöser für den aktuellen Optimismus ist nicht nur ein starkes Zahlenwerk, sondern vor allem das Ende eines belastenden Rechtsstreits mit einem Pharmariesen.

Ende des juristischen Dauerfeuers

Den Auftakt der jüngsten positiven Einschätzungen machte Barclays, gefolgt von weiteren großen Häusern. Die Wall Street reagiert damit auf das deutlich verbesserte Risikoprofil des Unternehmens:

  • Barclays: Kursziel von 25 auf 29 US-Dollar angehoben (Overweight)
  • Deutsche Bank: Kursziel von 25 auf 28 US-Dollar angehoben (Hold)
  • Leerink Partners: Kursziel von 17,50 auf 25 US-Dollar angehoben (Market Perform)

Der Grund für die Zuversicht liegt in einer strategischen Einigung vom 9. März. Hims & Hers legte an diesem Tag den schwelenden Konflikt mit Novo Nordisk bei. Zuvor hatte der Verkauf von individuell gemischten, sogenannten "compounded" GLP-1-Präparaten für erheblichen juristischen Druck gesorgt. Nun stellt das Unternehmen den Vertrieb dieser Nachahmerprodukte ein. Stattdessen kooperiert die Plattform direkt mit Novo Nordisk und bietet künftig die originalen, FDA-zugelassenen Medikamente Ozempic und Wegovy an. Dieser Schritt entfernt das größte regulatorische Risiko aus der Bewertung.

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Starkes Fundament abseits der Abnehmspritze

Die positiven Analystenkommentare stützen sich zudem auf ein solides operatives Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 59 Prozent auf 2,35 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig wuchs die Abonnentenbasis auf über 2,5 Millionen Nutzer.

Besonders das internationale Geschäft lieferte zuletzt dynamische Wachstumsraten. Durch die Übernahme von Eucalyptus erschloss Hims & Hers neue Märkte wie Australien und Japan und baute die Präsenz in Großbritannien und Deutschland aus. Der Umsatz außerhalb der USA sprang dadurch von knapp 27 Millionen auf fast 134 Millionen US-Dollar an.

Neben dem prominenten Geschäft mit Gewichtsverlust-Medikamenten baut das Management gezielt weitere Standbeine auf. Klassische Kategorien wie sexuelle Gesundheit und Dermatologie sorgen für stabile Cashflows. Mit der anstehenden Übernahme von YourBio Health drängt das Unternehmen nun verstärkt in den Bereich der Blutanalytik und Hormonbehandlung. Diese Diversifizierung macht das Geschäftsmodell weniger abhängig von einzelnen Blockbuster-Medikamenten.

Die aktuelle Neubewertung durch die Analysten spiegelt den erfolgreichen Übergang zu einem risikoärmeren Geschäftsmodell wider. Die Umstellung auf die teureren Markenmedikamente bringt jedoch neue Kostenstrukturen mit sich. Konkrete Einblicke in die Margenentwicklung unter den neuen Bedingungen liefert das Unternehmen am 11. Mai 2026 mit der Vorlage der nächsten Quartalszahlen.

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