Die jüngste Euphorie um die Hensoldt Aktie erhält einen spürbaren Dämpfer. Eine aktuelle Analyse der US-Großbank JPMorgan signalisiert, dass das Aufwärtspotenzial vorerst ausgeschöpft sein könnte. Während der Kurs noch über der Marke von 90 Euro notiert, mahnen die Experten zur Vorsicht und favorisieren in der aktuellen Marktphase die Konkurrenz.

Geopolitischer Fokus verschiebt sich

Analyst David Perry bestätigte heute sein Votum mit „Neutral“ und beließ das Kursziel bei 90 Euro. Da die Aktie am Montag bei rund 91,90 Euro handelte, liegt die Bewertung der Bank unter dem aktuellen Marktwert. Perry begründet seine Zurückhaltung mit einer Veränderung der globalen Aufmerksamkeit. Der Ukraine-Krieg, lange Zeit der zentrale Treibstoff für den Hensoldt-Kurs, rückt zunehmend in den Hintergrund.

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Stattdessen orientieren sich Investoren neu und blicken auf andere geopolitische Brennpunkte. Laut der Analyse dominieren nun die Entwicklung der US-Rüstungsausgaben sowie Spannungen in Venezuela und der Arktis die Agenda. Hensoldt ist in diesem veränderten Szenario weniger stark positioniert, um von den neuen Prioritäten zu profitieren.

Konkurrenz zieht vorbei

Besonders im direkten Branchenvergleich fällt das Urteil ernüchternd aus. Während Hensoldt als fair bewertet gilt, sieht JPMorgan bei anderen europäischen Rüstungskonzernen weiterhin Kaufchancen. Als primäre Profiteure der US-Budget-Entwicklung identifiziert die Bank BAE Systems, Leonardo und QinetiQ.

Auch national haben die Wettbewerber die Nase vorn. Für Rheinmetall und Renk bestätigten die Analysten am selben Tag ihre „Overweight“-Einstufung. Dies verdeutlicht, dass das „Smart Money“ derzeit eher auf diese Titel setzt, während Hensoldt kurzfristig die Fantasie fehlt. Zwar hält das Unternehmen an seinen langfristigen Zielen fest – etwa 6 Milliarden Euro Umsatz bis 2030 durch den Ausbau der Radar-Fertigung – doch im aktuellen Umfeld wiegt die Bewertungsproblematik schwerer.

Mit einem Kursziel unterhalb der aktuellen Notierung ist das Chance-Risiko-Verhältnis bei Hensoldt ungünstiger als bei den Branchenprimussen. Anleger sollten berücksichtigen, dass ohne neue spezifische Impulse der Spielraum für weitere Kursgewinne durch die skeptische Analystenhaltung eng begrenzt bleibt.

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