Nach einem fulminanten Start ins Börsenjahr 2026 legt der Rüstungselektronik-Spezialist den Rückwärtsgang ein. Anleger nehmen nach den deutlichen Kursgewinnen der letzten Wochen Gewinne vom Tisch, doch der langfristige politische Rückenwind bleibt stark. Bietet der aktuelle Rücksetzer eine Einstiegschance oder ist die Bewertung mittlerweile zu heiß gelaufen?

  • Performance YTD: +17,80 %
  • Schlusskurs: 90,00 €
  • Volatilität (30 Tage): 72,78 %
  • Nächster Termin: Zahlenvorlage am 26. Februar 2026

Gewinnmitnahmen dominieren das Bild

Die Aktie befindet sich in einer klassischen Konsolidierungsphase. Zum Handelsschluss am Donnerstag notierte das Papier bei 90,00 Euro. Damit liegt der Titel zwar immer noch satt im Plus seit Jahresbeginn, hat sich aber deutlich vom 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro entfernt. Der Abstand zu dieser Bestmarke beträgt mittlerweile knapp 22 Prozent.

Marktbeobachter werten die Bewegung primär als technische Reaktion. Nach dem schnellen Anstieg realisieren Investoren ihre Profite. Das vergleichsweise geringe Handelsvolumen deutet darauf hin, dass es sich hierbei eher um taktische Verkäufe als um einen strukturellen Ausverkauf handelt.

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Politischer Rückenwind hält an

Das fundamentale Umfeld für den Sektor bleibt ungebrochen positiv. Europäische Verteidigungsaktien profitieren von massiven Investitionsprogrammen. Analysten verweisen auf die EU-Initiative "Rearm Europe" mit einem Volumen von 800 Milliarden Euro sowie das erhöhte NATO-Ausgabenziel von 2,5 Prozent des BIP.

Zusätzlich treiben geopolitische Spannungen und Unsicherheiten bezüglich US-Sicherheitsgarantien institutionelle Gelder in europäische Rüstungswerte. Hensoldt ist hier als Spezialist für Radar- und Überwachungssysteme strategisch wichtig positioniert. Dies untermauerte zuletzt ein Großauftrag über 104.000 Nachtsichtgeräte für die Bundeswehr und belgische Streitkräfte, der Anfang Januar für Fantasie sorgte.

Ambitionierte Bewertung mahnt zur Vorsicht

Trotz der guten Auftragslage ist die Luft dünn geworden. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 4,4 ist die Hensoldt Aktie im Vergleich zum Branchenmedian von 2,7 teuer bezahlt. Auch die Analystenmeinungen spiegeln diese Skepsis wider: JP Morgan stuft den Titel aktuell mit "Neutral" ein. Das durchschnittliche Kursziel am Markt liegt bei gut 91 Euro und bietet vom aktuellen Niveau aus kaum noch Aufwärtspotenzial.

Die nächste wichtige Richtungsentscheidung dürfte am 26. Februar 2026 fallen. Dann legt der Konzern seine vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,62 Euro. Kann das Management an diesem Termin keinen überzeugenden Ausblick liefern, droht aufgrund der hohen Bewertung weiterer Korrekturbedarf.

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