HelloFresh opfert das Wachstum für die Profitabilität. Während der Konzernumsatz im vergangenen Jahr währungsbereinigt um neun Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro sank, kletterte das operative Ergebnis dank massiver Einschnitte nach oben. Das Management setzt alles auf eine kleinere, aber lukrativere Kundenbasis – ein strategischer Umbau, der die Anleger am Freitag jedoch erneut verschreckte.

Fokus auf die Profitabilität

Der Lebensmittelversender befindet sich mitten in einer Phase der Konsolidierung. Die Anzahl der ausgelieferten Mahlzeiten brach zuletzt um über 100 Millionen ein, was einem Rückgang der Bestellungen um 12 Prozent entspricht. Besonders die klassischen Kochboxen verloren an Boden. Trotz dieses Volumenschwunds stieg das bereinigte EBITDA auf 422,8 Millionen Euro.

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Dieser Zuwachs ist das Resultat eines strikten Effizienzprogramms. HelloFresh trennte sich konsequent von unrentablen Geschäftsbereichen und zog sich komplett aus Spanien und Italien zurück. Die weltweite Belegschaft schrumpfte innerhalb eines Jahres von knapp 21.800 auf 19.000 Mitarbeiter. Allein am britischen Standort Nuneaton fielen durch die Schließung eines Lieferzentrums hunderte Stellen weg.

Probleme im US-Geschäft

Sorgen bereitet weiterhin der wichtigste Absatzmarkt Nordamerika. Dort kämpfte der Konzern zuletzt mit Produktionsengpässen und Qualitätsproblemen, was die Kundenbindung schwächte. In der Folge brachen die Bestellungen in der Region um 17 Prozent ein. Reicht das Sparprogramm aus, um die operativen Mängel in den USA und die wetterbedingten Störungen des ersten Quartals 2026 auszugleichen?

Das Management plant für das laufende Geschäftsjahr weitere Einsparungen in Höhe von 140 Millionen Euro. Gleichzeitig stellt sich der Konzern auf einen weiteren Umsatzrückgang zwischen 3 und 6 Prozent ein. Die Aktie markierte am Freitag bei 3,71 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und weitete das Minus der letzten sieben Tage auf fast 23 Prozent aus. Damit notiert der Titel nun rund 66 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Mai 2025.

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