Hapag-Lloyd Aktie: Maersk-Dämpfer belastet
Hapag-Lloyd navigiert aktuell durch ein schwieriges Marktumfeld, geprägt von schwachen Prognosen des Partners Maersk und einer gleichzeitigen strategischen Kursänderung. Während enttäuschende Ausblicke für 2026 den Schifffahrtssektor unter Druck setzen, plant das Unternehmen gemeinsam mit seinem dänischen Kooperationspartner die Rückkehr auf eine entscheidende Handelsroute.
Die wichtigsten Entwicklungen:
* Maersk-Prognose für 2026 liegt mit 4,5 bis 7 Milliarden US-Dollar EBITDA deutlich unter den Erwartungen.
* Der dänische Partner streicht 1.000 Stellen in der Verwaltung, auch am Standort Hamburg.
* Rückkehr zum Suezkanal: Erste Schiffe der „Gemini Cooperation“ sollen ab Mitte Februar wieder durch das Rote Meer fahren.
* Analysten von Goldman Sachs und JPMorgan bestätigen ihre Verkaufsempfehlungen für Hapag-Lloyd.
Schwacher Ausblick des Partners dämpft Stimmung
Die Stimmung im Sektor verschlechterte sich zum Ende der Handelswoche spürbar. Auslöser war die Prognose von A.P. Moller-Maersk für das Geschäftsjahr 2026. Mit einem erwarteten bereinigten EBITDA zwischen 4,5 und 7 Milliarden US-Dollar verfehlte der Branchenriese die Konsensschätzung der Analysten von rund 6,1 Milliarden US-Dollar deutlich.
Hapag-Lloyd konnte sich diesem Sog nicht entziehen. Die Aktie reagierte volatil und beendete den Xetra-Handel am Freitag bei 119,80 Euro. Um den sinkenden Frachtraten und drohenden Überkapazitäten entgegenzuwirken, kündigte Maersk zudem ein massives Sparprogramm an, das den Abbau von rund 15 Prozent der administrativen Belegschaft vorsieht.
Strategische Rückkehr in den Suezkanal
Operativ setzen die Partner trotz der finanziellen Warnsignale auf eine Normalisierung der Lieferketten. Ab Mitte Februar 2026 plant die „Gemini Cooperation“, den Dienst ME11 (Indien-Mittelmeer) wieder durch den Suezkanal zu leiten. Gesichert durch militärische Begleitung, sollen die Schiffe „Albert Maersk“ und „Astrid Maersk“ die Route nutzen, die aufgrund der Sicherheitslage im Roten Meer lange gemieden wurde.
Dieser Schritt verkürzt die Transitzeiten gegenüber der Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung um bis zu zwei Wochen. Wird die gewonnene Effizienz durch die Rückkehr zum Suezkanal ausreichen, um den Preisdruck durch steigende Marktstapazitäten abzufangen? Experten weisen darauf hin, dass das höhere Angebot am Markt die Frachtraten weiter belasten könnte, was die Margen der Reedereien trotz kürzerer Wege unter Druck setzen dürfte.
Analysten bleiben skeptisch
Trotz leicht positiver Impulse durch die deutschen Exporte, die im Dezember um 4,0 Prozent zulegten, bleibt das Echo vom Kapitalmarkt verhalten. Große Investmentbanken wie Goldman Sachs und JPMorgan halten an ihren Einschätzungen „Sell“ beziehungsweise „Underweight“ fest. Die Kursziele der Analysten liegen teils deutlich unter dem aktuellen Niveau von knapp 120 Euro.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie reibungslos die Wiederaufnahme der Suez-Route ab Mitte Februar verläuft. Anleger müssen zudem beobachten, inwieweit die von Maersk prognostizierten Überkapazitäten im Verlauf des Jahres 2026 tatsächlich die gesamte Branche in ihrer Profitabilität einschränken.
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