Hamborner REIT stellt die Weichen für einen fundamentalen Portfolioumbau. Während das Management den Rückzug aus dem Bürosektor einleitet, rückt die Refinanzierung von Millionenkrediten in den Fokus. Ein aktueller Strategiedialog liefert nun die Details zu den künftigen Zinskosten und der neuen Ankaufstrategie.

Zinswende belastet Kreditkosten

Im Rahmen eines Online-Roundtables bezifferte die Unternehmensführung die Gesamtschulden auf 640 Millionen Euro. Davon müssen im kommenden Jahr rund 20 Prozent neu verhandelt werden. Das Unternehmen stützt sich dabei ausschließlich auf klassische Bankfinanzierungen.

Allerdings sorgt das veränderte Marktumfeld für steigende Belastungen. Während die durchschnittlichen Kosten im Bestand derzeit noch bei günstigen 2,1 Prozent liegen, rechnet das Management für neue Verträge mit etwa 4 Prozent. Trotz dieser Verdopplung bleibt die finanzielle Basis mit einer REIT-Eigenkapitalquote von 54,7 Prozent solide.

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Strategiewechsel bei Immobilienassets

Besonders auffällig ist die geplante Neuausrichtung des Portfolios. Der Anteil an Büroimmobilien soll langfristig von aktuell 43 Prozent auf lediglich 10 bis 20 Prozent schrumpfen. Stattdessen rücken Einzelhandelsobjekte und Baumärkte verstärkt in den Fokus.

Um flexibler agieren zu können, nimmt Hamborner künftig auch kleinteiligere Assets ab einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro ins Visier. Dass dieser selektive Ansatz auch in einem schwierigen Umfeld funktioniert, zeigten jüngste Verkäufe in Lübeck und Osnabrück. Diese wurden für insgesamt 27,4 Millionen Euro auf dem Niveau der letzten Verkehrswerte realisiert.

NAV deutlich über Börsenkurs

Die jüngste Jahresendbewertung hinterließ jedoch Spuren in der Bilanz. Eine flächenbereinigte Abwertung von 65,1 Millionen Euro drückte den Net Asset Value (NAV) auf 9,07 Euro je Aktie. Im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs von 4,62 Euro wird der Titel somit weiterhin mit einem massiven Abschlag gehandelt. Auf Sicht von 12 Monaten hat das Papier bereits über 24 Prozent an Wert verloren.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt der Konzern einen Funds from Operations (FFO) zwischen 38 und 42 Millionen Euro an. Anleger können für das abgelaufene Jahr mit einer Dividende von 0,39 Euro planen, was einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent entspricht. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, wie effizient der geplante Umbau des Portfolios voranschreitet, ohne die Rentabilität durch die steigenden Zinskosten zu gefährden.

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