Cherry SE hat am Freitag eingeräumt, wesentliche Fristen für die Finanzberichterstattung versäumt zu haben. In der aktuellen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) offenbart das Unternehmen zudem operative Defizite bei der Integration von Risikomanagementsystemen. Die Nachricht erreicht den Markt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nach deutlich verfehlten Geschäftszahlen bereits auf Pennystock-Niveau notiert.

  • Umsatz 2025: 94,3 Mio. Euro (Prognose: 100–115 Mio. Euro)
  • EBITDA-Marge: -10,4 % (Prognose: negativer hoher einstelliger Bereich)
  • Management: Rogier Volmer (Interims-CEO seit Januar 2026)

Verspätete Berichte und Sonderregeln

Der Vorstand bestätigte am Freitag, dass sowohl der Konzernabschluss für 2024 als auch der Halbjahresfinanzbericht 2025 nicht innerhalb der empfohlenen Fristen veröffentlicht wurden. Neben diesen Verzögerungen weicht das Unternehmen bei der Vergütung des neuen Interims-Vorstandsvorsitzenden Rogier Volmer von den Standardempfehlungen des Kodex ab. Kann die neue Führung unter diesen erschwerten Bedingungen das Vertrauen der Marktteilnehmer zurückgewinnen?

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Operative Krise verschärft sich

Die Governance-Meldungen untermauern die schwachen vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Mit einem Umsatz von 94,3 Millionen Euro verfehlte Cherry die eigene Prognose deutlich. Auch die bereinigte EBITDA-Marge fiel mit -10,4 Prozent negativer aus als ursprünglich antizipiert. Um die ausstehende Prüfung des Jahresabschlusses 2025 voranzutreiben, bestellte das zuständige Gericht bereits im Januar KPMG zum neuen Abschlussprüfer.

Restrukturierung und Digital Health

Das Management konzentriert sich derzeit auf eine umfassende Restrukturierung. Ein Lichtblick im operativen Geschäft ist die Sparte Digital Health, die im August 2025 die Zulassung für den TI-Messenger erhielt. Dieses Projekt soll perspektivisch neue Erlösquellen im Gesundheitssektor erschließen. Während der ehemalige CEO Oliver Kaltner weiterhin beratend bei M&A-Aktivitäten unterstützt, liegt die operative Verantwortung nun bei Volmer, der die Kostenstruktur stabilisieren soll.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die zeitnahe Vorlage der noch ausstehenden Finanzberichte sowie der Nachweis erster messbarer Kosteneinsparungen unter der neuen Führung sein.

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