Gold: Schwächste Woche seit Jahren
Der Nahe Osten brennt – und paradoxerweise kostet das Gold gerade seinen Status als sicherster Hafen. Was zunächst wie eine klassische Flucht in Edelmetalle aussah, hat sich ins Gegenteil verkehrt. Steigende Energiepreise, hartnäckige Inflation und ein erstarkter Dollar drücken auf den Goldpreis.
Öl trifft Gold ins Mark
Der Kern des Problems liegt im Persischen Golf. Seit dem 28. Februar blockiert der eskalierende Konflikt den Tankerverkehr durch die Straße von Hormus nahezu vollständig. Iranische Drohnenangriffe trafen zuletzt Kuwaits größte Raffinerie Mina al-Ahmadi mit einer Tageskapazität von 730.000 Barrel – mehrere Anlagen wurden heruntergefahren. Katars größtes LNG-Terminal in Ras Laffan ist nach Treffern außer Betrieb, die Reparaturen sollen nach Angaben von QatarEnergy mehr als ein Jahr dauern.
Das Ergebnis: Der Ölpreis kletterte auf rund 98 Dollar – und mit ihm die globalen Inflationssorgen. Große Notenbanken nehmen eine restriktivere Haltung ein, die Fed hielt ihren Leitzins auf dem Niveau von 3,50 bis 3,75 Prozent. Zinssenkungen in naher Zukunft? Das Marktbarometer FedWatch Tool zeigt mittlerweile eine 85,5-prozentige Chance, dass die Zinsen beim nächsten Fed-Treffen Ende April unverändert bleiben – mit sogar 14,5 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anhebung.
Hohe Zinsen und ein starker Dollar machen Gold für internationale Käufer teurer. Der Dollar-Index stieg auf 99,58 – Anleger tauschen das Edelmetall gegen die US-Währung.
Peter Brandt sieht keine Erholung vor 2027
Gold notiert aktuell bei rund 4.560 Dollar je Unze und steuert auf einen Wochenverlust von mehr als 8,5 Prozent zu – die schwächste Woche seit sechs Jahren. Silber hat es noch härter getroffen: Mit einem Tagesverlust von über 2 Prozent auf rund 69,49 Dollar ist das Metall in den Bärenmarkt gerutscht. Zum Vergleich: Noch 2025 hatte Gold rund 66 Prozent zugelegt, Silber sogar rund 135 Prozent.
Der erfahrene Marktbeobachter Peter Brandt sieht vorerst keinen Weg zurück zu neuen Hochs – seine Einschätzung: Vor 2027 sei damit nicht zu rechnen.
Etwas Entspannung brachte heute die Aussage des israelischen Premierministers, auf Angriffe gegen iranische Energieanlagen zu verzichten – auf ausdrücklichen Wunsch von US-Präsident Trump. Zudem prüft das US-Finanzministerium, Sanktionen auf bereits verschifftes iranisches Rohöl zu lockern, um rund 140 Millionen Barrel für den Weltmarkt freizugeben. Japan, Indien und Malaysia könnten davon profitieren.
Doch selbst diese Signale konnten den Abwärtsdruck auf Gold nur kurzfristig mildern. Solange der Konflikt die Energiemärkte in Atem hält und die Fed keinen Schwenk andeutet, bleibt das Umfeld für Edelmetalle schwierig.
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