Gold: Optimale Startbedingungen!
Nach einer viertägigen Gewinnserie legen Goldanleger am Dienstag eine Atempause ein. Doch die Ruhe am Markt dürfte trügerisch sein: Das historische Urteil des Supreme Court gegen die US-Zollpolitik und die aggressive Gegenreaktion des Weißen Hauses sorgen für fundamentale Unsicherheit. Nutzt der Markt den aktuellen Rücksetzer lediglich zum Luftholen?
Politische Börsen belasten
Das Edelmetall gibt am Dienstag laut Trading Economics leicht nach und notiert bei rund 5.170 US-Dollar. Zuvor hatte Gold, getrieben von massiver Nachfrage nach sicheren Häfen, ein Dreiwochenhoch markiert. Auslöser war das Urteil des Supreme Court, das die auf dem IEEPA-Gesetz basierenden Zölle für rechtswidrig erklärte. Die Reaktion aus Washington folgte prompt: Präsident Trump setzte per Executive Order neue Zölle von 10 Prozent in Kraft, die er bereits auf das gesetzliche Maximum von 15 Prozent anheben will.
Diese juristische und politische Eskalation schafft ein volatiles Umfeld. Marktbeobachter werten den heutigen Kursrückgang primär als technische Reaktion nach dem jüngsten Anstieg um über 2 Prozent. Die Unsicherheit darüber, ob auch die neuen Zölle vor Gericht Bestand haben werden, bleibt jedoch ein ständiger Begleiter für Investoren.
Haushaltsloch stützt Goldpreis
Neben der Zoll-Thematik rückt die fiskalische Stabilität der USA in den Fokus. Experten des Committee for a Responsible Federal Budget warnen, dass das Gerichtsurteil ein Milliardenloch in den US-Haushalt reißen könnte. Sollte die Regierung gezwungen sein, bereits eingenommene Zölle in Höhe von über 100 Milliarden US-Dollar zurückzuzahlen, verschärft dies die ohnehin angespannten Staatsfinanzen drastisch.
Für Gold ist dieses Szenario klassischer Treibstoff. Strategen von MKS Pamp sehen in der Kombination aus wegbrechenden Einnahmen und steigender Verschuldung einen klaren Treiber für mittel- bis langfristig steigende Notierungen. Das Edelmetall profitiert traditionell, wenn das Vertrauen in die staatliche Haushaltsführung schwindet.
China kehrt an den Markt zurück
Zusätzliche Impulse kommen aus Asien. Mit der Wiedereröffnung der chinesischen Festlandmärkte nach dem Neujahrsfest kehrt einer der weltweit größten Goldkäufer zurück auf das Parkett. Da China seine Goldreserven zuletzt kontinuierlich auf über 2.300 Tonnen ausgebaut hat, rechnen Analysten mit einer schnellen Belebung der physischen Nachfrage.
Parallel dazu bleiben die geopolitischen Risiken akut. Die stockenden Atomgespräche mit dem Iran in Genf und Berichte über mögliche militärische Optionen der USA verhindern, dass die Risikoaufschläge im Goldpreis gänzlich ausgepreist werden.
Trotz der heutigen Korrektur bleibt das fundamentale Umfeld für Gold robust. Mit Prognosen von Goldman Sachs, die bis Jahresende Kurse von 5.400 US-Dollar sehen, und anhaltenden Käufen durch Zentralbanken deutet vieles darauf hin, dass der Aufwärtstrend intakt ist. Entscheidend für die kurzfristige Richtung dürften nun die weiteren Schritte des US-Kongresses bezüglich der Zollfristen sein.
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