Venezuela-Krise treibt Anleger in Edelmetalle. Während sich die geopolitische Lage zuspitzt, rückt das Allzeithoch wieder in Reichweite. Doch auch die Geldpolitik spielt eine entscheidende Rolle.

Die Eskalation zwischen den USA und Venezuela hat die Finanzmärkte kalt erwischt. Berichte über eine direkte Intervention in dem südamerikanischen Land lösen eine Flucht in defensive Anlagen aus. Gold profitiert unmittelbar von der Unsicherheit und klettert auf rund 4.466 US-Dollar je Feinunze. Nach den Gewinnmitnahmen zum Jahresende kehren institutionelle Investoren damit massiv zurück.

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Die wichtigsten Faktoren im Überblick:

  • Geopolitische Spannungen in Venezuela treiben Risikoprämien nach oben
  • US-Arbeitsmarktbericht am Freitag könnte weitere Zinssenkungen der Fed rechtfertigen
  • Technischer Ausbruch über 4.460 Dollar signalisiert Stärke
  • Auch Silber verzeichnet überproportionale Zugewinne

Venezuela-Konflikt als Katalysator

Die Marktteilnehmer reagieren unmittelbar auf die politische Eskalation. Die Unsicherheit über mögliche Vergeltungsmaßnahmen oder eine Ausweitung des Konflikts treibt Kapital aus riskanten Assets in Edelmetalle. Die Breite der Bewegung zeigt sich auch bei Silber, das im aktuellen Handel deutlich zulegt.

Gold hatte bereits 2025 eine außergewöhnliche Performance von über 60 Prozent hingelegt. Analysten sehen in den aktuellen Ereignissen einen weiteren Treiber für die Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Zinssenkungserwartungen im Fokus

Neben der Geopolitik bleibt die Geldpolitik entscheidend. Der Markt geht für 2026 von weiteren Zinssenkungen der Federal Reserve aus. Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosem Gold und schwächen tendenziell den US-Dollar.

Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember an. Schwächere Daten würden die Zinssenkungserwartungen bekräftigen und könnten dem Goldpreis zusätzlichen Auftrieb verleihen. Ein robuster Arbeitsmarkt könnte zwar kurzfristig für Volatilität sorgen, am langfristigen Bullen-Szenario ändert das jedoch wenig.

Charttechnik deutet auf Fortsetzung hin

Nach dem Allzeithoch von über 4.500 Dollar Ende 2025 und der anschließenden Korrektur wirkt die aktuelle Bewegung wie eine klassische Bodenbildung mit Ausbruch. Das Überschreiten der Marke von 4.460 Dollar ist ein wichtiges Signal. Die Unterstützung bei 4.360 Dollar hat sich als tragfähig erwiesen und bildet eine solide Basis für den nächsten Angriff auf die 4.500er-Marke.

Die Kombination aus geopolitischen Risiken und der Aussicht auf sinkende Zinsen schafft ein günstiges Umfeld für Edelmetalle. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürfte die kurzfristige Richtung vorgeben.

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