Gold: Gleichmäßig voranschreitend?
Nach einem beispiellosen Höhenflug auf über 5.500 US-Dollar je Feinunze brach Gold am vergangenen Freitag um mehr als 11 Prozent ein. Der Absturz beendete abrupt eine der stärksten Rallyes in der Geschichte des Edelmetallmarktes. Innerhalb weniger Stunden verlor das traditionelle Krisenmetall über 450 US-Dollar an Wert.
Die wichtigsten Fakten:
- Allzeithoch am 29. Januar: 5.594,82 US-Dollar
- Aktueller Kurs: 4.793,97 US-Dollar (-14% vom Höchststand)
- Tagesverlust am Freitag: über 8 Prozent
- Silber brach parallel um 29 Prozent ein
Was den Preiseinbruch auslöste
Die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden durch Präsident Trump versetzte dem Goldmarkt den entscheidenden Schlag. Warsh gilt als Befürworter höherer Zinsen – traditionell Gift für das zinslose Edelmetall. Der US-Dollar legte nach der Personalie zu und verteuerte Gold für internationale Käufer zusätzlich.
Analysten hatten bereits vor der Korrektur auf überkaufte Marktsignale hingewiesen. Die technische Überhitzung traf auf fundamentale Unsicherheit – eine explosive Mischung, die sich nun entladen hat.
Vom Rekord zum Absturz
Die Rallye, die dem Einbruch vorausging, war außergewöhnlich. Seit Jahresbeginn hatte Gold bis zum Höchststand mehr als 25 Prozent zugelegt. Im gesamten Jahr 2025 war der Preis um 64 Prozent gestiegen – das beste Jahr seit 1979.
Mehrere Faktoren hatten die Kursgewinne befeuert: Geopolitische Spannungen von der Ukraine bis Venezuela, massive Zentralbankkäufe von durchschnittlich 60 Tonnen monatlich laut Goldman Sachs, und Rekordzuflüsse in Gold-ETFs von 89 Milliarden US-Dollar.
Silber trifft es noch härter
Der Silberpreis erlebte laut CNBC den schlimmsten Handelstag seit März 1980. Von seinem Rekordhoch bei 121,64 US-Dollar am Donnerstag stürzte das weiße Edelmetall auf 85,98 US-Dollar ab. Silber-Futures verloren 31,4 Prozent an einem Tag.
Analysten halten an Jahreszielen fest
Trotz des Einbruchs bleiben mehrere Investmentbanken optimistisch. Societe Generale sieht Gold bis Jahresende bei 6.000 US-Dollar, Goldman Sachs peilt 5.400 US-Dollar für Dezember an. Die London Bullion Market Association prognostiziert einen Durchschnittspreis von 4.742 US-Dollar für 2026, mit einem möglichen Hoch von 7.150 US-Dollar.
Die strukturellen Treiber – geopolitische Unsicherheit, Zentralbanknachfrage und Inflationssorgen – bleiben bestehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Korrektur als Einstiegschance genutzt wird oder eine längere Konsolidierung einläutet. Die Geldpolitik unter einem möglichen neuen Fed-Chef dürfte dabei den Takt vorgeben.
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