Gold: Feierliche Stimmung!
Nach wochenlangem Gegenwind zeigt Gold erstmals wieder Lebenszeichen. Das Edelmetall verbuchte zuletzt seinen ersten Wochengewinn seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar — angetrieben von Schnäppchenjägern, die nach dem schwersten Preiseinbruch seit 2013 in den Markt eingestiegen sind. Der Goldpreis notiert dabei nahe der Marke von 4.490 US-Dollar je Unze.
Warum Krieg Gold diesmal belastet statt stützt
Das Muster der vergangenen Wochen hat Anleger überrascht: Seit Kriegsbeginn mit dem Iran hat Gold fast 15 Prozent verloren — schlechter als in jedem anderen Konflikt der vergangenen 50 Jahre. Der Grund liegt in einem ungewöhnlichen Mechanismus. Die Störung der Straße von Hormus trieb den Ölpreis über 100 US-Dollar je Barrel, was eine anhaltende Dollarnachfrage aus energieimportierenden Schwellenländern auslöste. Der starke Dollar wiederum drückte genau jene Währungen, deren Inhaber traditionell zu den verlässlichsten Goldkäufern zählen — und verwandelte sie in Verkäufer.
Zusätzlichen Druck erzeugt Russland. Laut World Gold Council hat Moskau allein in den ersten beiden Monaten des Jahres rund 15 Tonnen Gold aus seinen Reserven abgebaut — der größte Zweimonatsabbau seit 2002. Ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge plant Russland, im ersten Halbjahr 2026 nahezu 19 Milliarden US-Dollar aus Gold- und Edelmetallreserven zu liquidieren. Die Bestände des Nationalen Wohlfahrtsfonds sind von über 550 Tonnen im Jahr 2022 auf rund 160 Tonnen gesunken. Für den globalen Marktpreis hält sich der direkte Effekt allerdings in Grenzen: Die Transaktionen laufen weitgehend außerhalb etablierter Börsenplätze ab und fließen aufgrund westlicher Sanktionen vor allem in Richtung Asien und Nahost.
Powell und die Zinswende, die ausbleibt
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Der entscheidende makroökonomische Faktor bleibt der Zinspfad der Fed. Zu Jahresbeginn hatten Märkte noch drei Zinssenkungen für 2026 eingepreist — heute zeigt der CME FedWatch keine mehr. Beim letzten Treffen am 18. März beließ die Fed den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Die gestiegenen Energiepreise infolge des Konflikts erhöhen den Inflationsdruck und machen eine baldige Lockerung unwahrscheinlicher.
Heute Abend spricht Fed-Chef Powell. Sein Ton dürfte unmittelbar auf den Goldpreis durchschlagen: Hawkishe Signale würden den Dollar stützen und die junge Erholung schnell wieder beenden.
Großbanken halten an hohen Kurszielen fest
Trotz des schwierigen Umfelds bleiben einige Marktteilnehmer optimistisch. In der jüngsten Kitco-Wochenumfrage prognostizieren 50 Prozent der befragten Wall-Street-Experten steigende Preise für die laufende Woche, nur 19 Prozent erwarten einen Rückgang. J.P. Morgan hält an einem Kursziel von 6.300 US-Dollar je Unze bis Jahresende 2026 fest, die Deutsche Bank nennt 6.000 US-Dollar. Ob die aktuelle Erholung trägt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Zentralbanken bei anhaltender Inflation als Verkäufer in den Markt zurückkehren — oder ob der Inflationsschub durch höhere Energiepreise am Ende doch wieder als Argument für Gold gilt.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








