Gold: Einzigartiges Wachstumsmomentum
Gold bekommt derzeit Rückenwind aus gleich mehreren Richtungen. Im Zentrum steht ausgerechnet die US-Handelspolitik: Neue Zölle schüren Unsicherheit – und treiben Anleger in den „sicheren Hafen“ Gold. Gleichzeitig kehrt China nach der Feiertagspause als wichtiger Nachfragetreiber an den Markt zurück.
US-Zölle erhöhen die Nachfrage nach Sicherheit
Der wichtigste Impuls kommt aus Washington. Nachdem der Supreme Court vergangene Woche wesentliche Teile der bisherigen Zollmaßnahmen für ungültig erklärt hatte, reagierte die US-Regierung mit einer neuen globalen Importabgabe von 10%, die am Dienstag in Kraft trat. Laut Reuters arbeitet das Weiße Haus bereits daran, den Satz auf 15% anzuheben – das gesetzlich zulässige Maximum.
Die Folgen zeigen sich bereits in der Reaktion anderer Wirtschaftsräume: Die EU setzte die Ratifizierung ihres Handelsabkommens aus, Indien verschob Gespräche mit den USA. Diese Kettenreaktion erhöht die politische Unsicherheit – und genau das ist das Umfeld, in dem Gold typischerweise gesucht ist.
China ist zurück – und das merkt der Markt
Ein zweiter, kurzfristig wichtiger Faktor: Der chinesische Festlandsmarkt hat am Dienstag nach der einwöchigen Pause zum Chinesischen Neujahrsfest wieder geöffnet. China zählt zu den größten Goldkonsumenten weltweit. Mit der Rückkehr der Marktteilnehmer steigt also auch die unmittelbare physische und investmentgetriebene Nachfrage.
Laut Kyle Rodda (Capital.com) hält die Kombination aus Chinas Rückkehr und der gestiegenen Unsicherheit in den USA die Attraktivität von Gold hoch. Entscheidend bleibt dabei: Solange Fiskal- und Handelspolitik die Schlagzeilen dominieren, bleibt Gold als Absicherungsinstrument gefragt.
Fed bremst – strukturelle Nachfrage trägt
Ganz ohne Gegenwind geht es jedoch nicht. Zwei Fed-Vertreter signalisierten am Dienstag, dass sie aktuell keinen unmittelbaren Bedarf für eine geldpolitische Kursänderung sehen. Begründet wurde das mit einem sich verbessernden Arbeitsmarkt und anhaltendem Inflationsdruck. Das kann die Dynamik bei Gold begrenzen, weil ein weniger lockerer Zinspfad den „Zinsnachteil“ des zinslosen Edelmetalls tendenziell erhöht.
Trotzdem: Die längerfristige Nachfragebasis wirkt stabil. Der World Gold Council berichtet für 2025 eine globale Goldnachfrage von über 5.000 Tonnen. ETFs verzeichneten Zuflüsse von 801 Tonnen (zweitstärkstes Jahr der Historie), Barren- und Münzkäufe lagen auf einem 12-Jahres-Hoch. Zentralbanken kauften 2025 zudem 863 Tonnen Gold.
Am Markt spiegelt sich das in der Lage über den gleitenden Durchschnitten: Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 5.192,90 USD und damit rund 8,52% über dem 50-Tage-Durchschnitt (4.785,18 USD). Mit einem Abstand von nur 4,72% zum 52‑Wochen-Hoch (5.450,00 USD) bleibt das Rekordniveau in Reichweite. Doch wie nachhaltig ist die Bewegung? Viel hängt daran, ob die Zollspirale weiter dreht und ob die Fed ihre Zurückhaltung bei Zinssenkungen beibehält.
Am Donnerstag richtet sich der Blick zusätzlich auf die dritte Runde der US-iranischen Nukleargespräche in Genf. In Kombination mit der US-Zollpolitik dürfte genau dieses Ereignis kurzfristig mitentscheiden, ob Gold den jüngsten Schwung hält oder erst einmal wieder in eine ruhigere Phase übergeht.
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