Gold tritt nach dem jüngsten Sprint auf neue Höhen erst einmal auf die Bremse. Ausgerechnet eine vorsichtige diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran nimmt etwas Druck aus der geopolitischen Risikoprämie. Gleichzeitig bleibt die Lage fragil – und damit auch das Fundament, das den Preis zuletzt getragen hat.

Gewinnmitnahmen treffen auf weniger Risikoprämie

Nach dem schnellen Anstieg der vergangenen Tage prägen heute vor allem Gewinnmitnahmen das Bild. Der Rücksetzer wirkt dabei weniger wie ein Stimmungsumschwung, sondern eher wie eine kurze Abkühlung in einem weiterhin nervösen Umfeld.

Der Blick auf die jüngsten Bewegungen unterstreicht das: Auf 30 Tage liegt Gold rund 5,13% im Plus, seit Jahresbeginn bei 15,47%. Der aktuelle Kurs von 5.013,50 USD liegt zudem noch 8,01% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 5.450,00 USD (28.01.2026) – Spielraum nach oben wäre rechnerisch also vorhanden, sofern die Treiber intakt bleiben.

USA–Iran: „Leitprinzipien“ statt Abbruch

Ein wichtiger Impuls kam aus Genf: Entgegen ersten Gerüchten über ein Scheitern gab es einen Teilerfolg. Die Delegationen der USA und des Irans einigten sich unter Vermittlung Omans auf „breite Leitprinzipien“ für künftige Verhandlungen.

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Irans Außenminister Abbas Araghchi sprach von konstruktiveren Gesprächen als zuvor und bestätigte, dass an Textentwürfen für ein mögliches Abkommen gearbeitet werde – bremste aber zugleich Erwartungen, weil eine schnelle Einigung nicht in Aussicht gestellt wurde. Auf US-Seite betonte Vizepräsident J.D. Vance, Teheran habe noch nicht alle „roten Linien“ akzeptiert. Zudem bleibt die US-Präsenz in der Region hoch. Unterm Strich: weniger akute Eskalationsangst, aber keine Entwarnung.

Fed-Protokolle: März wohl ohne Zinsschritt

Neben der Geopolitik rückt auch die Geldpolitik zurück ins Zentrum. Die Protokolle der letzten Fed-Sitzung zeigten unterschiedliche Positionen zum weiteren Zinspfad. Am Markt überwiegt derzeit die Erwartung, dass die US-Notenbank im März unverändert bleibt (im Quelltext: über 94% Wahrscheinlichkeit).

Für Gold ist das ein zweischneidiges Signal: Höhere Zinsen über längere Zeit liefern zinslosen Anlagen kurzfristig eher Gegenwind. Gleichzeitig kann die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ diese Wirkung überlagern – genau das war in den vergangenen Tagen zu beobachten.

Der Rückzug von den Rekordniveaus passt damit ins Gesamtbild: Eine kleine Entspannung bei der Geopolitik reduziert den unmittelbaren „Angst-Aufschlag“, doch solange keine belastbare Lösung in Sicht ist und militärische Drohkulissen bestehen bleiben, bleibt Gold nahe 5.000 USD gut unterstützt. Technisch spricht zudem der Abstand von 5,62% über dem 50‑Tage‑Durchschnitt (4.746,55 USD) eher für einen weiterhin stabilen Trend als für einen Bruch.

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