Eldorado Gold steht vor einer Zerreißprobe. Die geplante Milliardenübernahme von Foran Mining stößt kurz vor der entscheidenden Abstimmung auf heftigen Widerstand bei einflussreichen Großaktionären und Stimmrechtsberatern. In wenigen Tagen entscheidet sich, ob der Konzern seine Kupfer-Strategie wie geplant umsetzen kann oder vor den eigenen Investoren zurückweichen muss.

Widerstand der Schwergewichte

Der einflussreiche Stimmrechtsberater Glass Lewis empfiehlt den Aktionären offiziell, gegen die 3,8 Milliarden CAD schwere Übernahme zu votieren. Die Analysten argumentieren, dass die bestehenden Eldorado-Aktionäre im neuen Unternehmen einen unverhältnismäßig geringen Anteil im Vergleich zum tatsächlich eingebrachten Wert erhalten würden.

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Zusätzlichen Druck übt L1 Capital aus, der drittgrößte Aktionär des Unternehmens. Der Investor bezeichnete das Vorhaben am Freitag als „wertvernichtend“ und forderte das Management förmlich auf, den Deal abzubrechen. Neben dem hohen Kaufpreis bereiten dem Großaktionär vor allem die Umsetzungsrisiken Sorgen. Da Eldorado bereits mit der Entwicklung der Skouries-Mine in Griechenland operativ stark beansprucht ist, wird die Integration eines weiteren Großprojekts als riskant eingestuft.

Strategischer Umbau unter Beobachtung

Das Management verfolgt mit dem Zukauf das Ziel, Eldorado Gold breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom Goldpreis zu verringern. Durch das McIlvenna-Bay-Projekt in Saskatchewan soll der Kupferanteil an der Gesamtproduktion auf etwa 15 Prozent steigen. Während der Berater Institutional Shareholder Services (ISS) den Deal unterstützt, zweifeln Kritiker an der Prioritätensetzung.

Reicht das Versprechen auf einen frühen Produktionsstart in Kanada Mitte 2026 aus, um die Sorgen über die operative Komplexität zu entkräften? Die Marktteilnehmer reagierten zuletzt verunsichert auf den offenen Konflikt zwischen Führungsetage und Investoren. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie rund 22 Prozent an Wert, konnte sich jedoch am Freitag mit einem Plus von 1,32 Prozent bei 29,26 Euro leicht stabilisieren.

Aktionäre haben nun bis zum 2. April Zeit, ihre Stimmen abzugeben. Die formale Entscheidung über die für die Übernahme notwendige Aktienausgabe fällt auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. April 2026. Für die Umsetzung des Vorhabens ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.

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