Gold: Bemerkenswerte Weiterentwicklung
Geopolitische Spannungen und sinkende US-Zinsen sollten den Goldpreis eigentlich stützen. Dennoch rutscht das Edelmetall am Dienstag unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar. Was drückt trotz der brisanten Nachrichtenlage auf die Stimmung der Anleger?
Gewinnmitnahmen bei dünnem Handel
Der Goldpreis verzeichnet den zweiten Verlusttag in Folge und notiert aktuell bei rund 4.920 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von gut einem Prozent. Händler realisieren Gewinne, nachdem das Edelmetall am Freitag noch um 2,5 Prozent zugelegt hatte. Verstärkt wird die Abwärtsbewegung durch extrem niedrige Handelsvolumina. Wegen des chinesischen Neujahrsfests bleiben wichtige Börsenplätze in Asien geschlossen, was die Schwankungsanfälligkeit des Marktes erhöht.
Zinssenkungen rücken näher
Trotz der aktuellen Korrektur bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen für Gold positiv. Auslöser für den jüngsten Kursanstieg waren milde US-Inflationsdaten: Die Teuerungsrate sank im Januar auf 2,4 Prozent. Dies bestärkt die Markterwartung, dass die Federal Reserve ihren Leitzins von aktuell 3,75 Prozent weiter senken wird. Marktteilnehmer preisen derzeit mehr als zwei Zinssenkungen für das laufende Jahr ein, mit einem möglichen Start im Juli. Niedrigere Zinsen erhöhen typischerweise die Attraktivität des zinslosen Goldes.
Diplomatische Hochspannung in Genf
Während der Markt technisch korrigiert, richten sich die Blicke auf Genf, wo gleich zwei kritische Verhandlungsrunden laufen:
- Iran-Atomgespräche: US-Gesandte und iranische Vertreter verhandeln über eine Einschränkung der Urananreicherung im Gegenzug für Sanktionserleichterungen. Die USA untermauern ihre Position durch die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in die Region.
- Ukraine-Konflikt: Unter Vermittlung der Trump-Administration treffen sich ukrainische und russische Delegationen. Die Gespräche werden jedoch von massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur überschattet, die unmittelbar vor dem Treffen stattfanden.
Trotz des aktuellen Rücksetzers verzeichnet Gold auf Jahressicht weiterhin ein Plus von fast 68 Prozent, gestützt durch Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheiten. Kurzfristig werden nun die Veröffentlichung der Fed-Sitzungsprotokolle und die US-BIP-Daten die weitere Richtung vorgeben.
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