Das Urteil aus Washington hat die Karten im Welthandel neu gemischt – und Gold bekommt genau daraus Rückenwind. Der U.S. Supreme Court erklärte Trumps unter dem IEEPA verhängte Zölle für rechtswidrig, kurz darauf folgte prompt ein neuer globaler Zoll per Executive Order. Was bedeutet dieses juristische Hin und Her konkret für den Goldpreis?

Der Markt reagierte zuletzt klar positiv: Gold schloss am Freitag bei 5.130,00 USD und legte am Tag 2,28% zu. Damit bleibt das Edelmetall auch mit +18,15% seit Jahresanfang in einem robusten Aufwärtstrend.

Supreme Court kippt Zölle – Trump kontert sofort

Der Supreme Court urteilte am Freitag in einer 6:3-Entscheidung, dass das IEEPA dem Präsidenten keine Befugnis gibt, Zölle zu erheben. Betroffen sind sowohl die 2025 eingeführten länderspezifischen „Fentanyl-Zölle“ (Kanada, Mexiko, China) als auch die späteren globalen Reziprozitätszölle.

Brisant daran: Unter der IEEPA-Autorität wurden 2025 laut Quelle rund 142 Mrd. USD an Zöllen eingenommen – und damit steht nun auch das Thema möglicher Rückerstattungen im Raum. Genau solche offenen finanziellen Baustellen nähren die Nachfrage nach Absicherung.

Noch am selben Tag setzte Trump dagegen: Ein neuer globaler 10%-Zoll soll über Section 122 des Trade Act von 1974 kommen. Diese Grundlage erlaubt Zölle bis maximal 15% und nur für 150 Tage, bevor der Kongress eingreifen muss. Inkrafttreten ist am 24. Februar.

Warum Gold davon profitiert

Der erste Impuls kam über den Dollar: Nach dem Urteil gab der Greenback nach, was Gold als Dollar-Rohstoff typischerweise stützt. Entscheidend ist aber die zweite Ebene: das plötzlich größere Maß an Unsicherheit.

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Im Quelltext werden drei Treiber genannt:

  • Fiskalische Fragezeichen: Wenn eine wichtige Einnahmequelle wegfällt, steigt der Druck auf das US-Defizit – vor allem, wenn diese Einnahmen zur Gegenfinanzierung politischer Vorhaben eingeplant waren.
  • Handelspolitisches Vakuum: Ohne das flexible IEEPA-Instrument muss das Weiße Haus Alternativen suchen. Das kann dauern – und schafft Reibung in der Handelspolitik.
  • Konjunkturdaten: Ein enttäuschendes US-BIP-Wachstum von 1,4% (Q4) verstärkte die defensive Positionierung.

Unterm Strich: Gold zieht oft dann an, wenn Anleger nicht mehr sauber kalkulieren können, wie groß fiskalische Löcher werden und wie Handelspolitik kurzfristig umgesetzt wird.

Zusätzliche Stützen: Geopolitik, Fed, Nachfrage

Parallel bleibt der Nachrichtenfluss geopolitisch angespannt. Friedensgespräche zwischen Ukraine und Russland blieben ohne Durchbruch. Zudem berichtete UBS laut Quelltext von einer ungewöhnlich großen US-Militärpräsenz nahe dem Iran; militärische Maßnahmen erschienen „zunehmend wahrscheinlich“.

Auch die US-Notenbank liefert kein klares Bild. Die Protokolle der Fed-Sitzung zeigten eine gespaltene Diskussion zwischen möglichen weiteren Zinserhöhungen und dem Timing künftiger Zinssenkungen. Genannt werden ein Fed Funds Rate von 3,75% und eine Kerninflationsrate (PCE) von 3%.

Auf der Nachfrageseite wirkt der Unterbau stabil: Laut Quelltext überschritt die globale Goldnachfrage 2025 erstmals 5.000 Tonnen, Zentralbanken kauften 863 Tonnen. Zusätzlich werden starke Zuflüsse in chinesische Gold-ETFs für Januar 2026 genannt.

Zum Wochenstart dürfte vor allem der 24. Februar im Fokus stehen: Dann treten die neuen 10%-Zölle in Kraft – und genau dieses nächste Datum könnte bestimmen, ob Gold nahe der 5.000er-Zone weiter Halt findet oder neue Dynamik aufkommt.

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