In drei Wochen legt Gerresheimer Zahlen vor, die mehr sind als ein Pflichttermin. Denn der Jahresbericht für 2025 dürfte zeigen, ob die im Herbst gesenkte Erwartungshaltung tatsächlich getroffen wurde – und wie weit das Transformationsprogramm schon trägt. Für Anleger wird damit vor allem eines greifbarer: Wie belastbar ist der Kurs der Neuausrichtung?

Die wichtigsten Punkte bis Ende Februar:
- Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025: in drei Wochen, am 26. Februar 2026
- Fokus: erfüllte (gesenkte) Guidance, Kostenprogramm, neue Segmentierung, Bormioli-Integration

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Was der Jahresbericht liefern dürfte

Ein zentraler Block sind die Kennzahlen für 2025. Im Oktober 2025 hatte Gerresheimer die Guidance nach unten korrigiert: erwartet wurden ein organischer Umsatzrückgang sowie eine reduzierte EBITDA-Marge. Der Jahresbericht wird zeigen, ob das Unternehmen innerhalb dieses – bereits abgesenkten – Rahmens geblieben ist.

Mindestens genauso wichtig ist der Blick auf die Transformation. Gerresheimer hatte ein umfassendes Kostensenkungsprogramm gestartet. Der Bericht könnte erste Hinweise geben, ob sich bereits Einsparungen und operative Verbesserungen abzeichnen – oder ob der Umbau noch stärker auf das Ergebnis drückt.

Umbau der Struktur und Integration als Prüfsteine

Spannend wird auch, wie konkret die geplante Moulded-Glass-Separation im Bericht greifbar wird. Die Abtrennung des Formglas-Geschäfts als eigenständige Einheit soll ab 2026 wirksam werden. Anleger dürften daher insbesondere auf Details zur künftigen Segmentierung achten.

Parallel läuft die Integration von Bormioli Pharma, die Ende 2024 abgeschlossen wurde. Der Jahresbericht dürfte dazu ein Update liefern, wie sich dieser Bereich in der Integrationsphase entwickelt.

Branchenumfeld: Rückenwind und Gegenwind zugleich

Der Sektor bleibt gemischt. In der Pharma-Verpackung steigt durch den Trend zu Biologika der Bedarf an spezialisierten Verpackungslösungen und Drug-Delivery-Systemen. Gleichzeitig nennt der Kontext schwächere Nachfrage in Teilmärkten wie Kosmetik und orale Flüssigmedikamente als Belastungsfaktoren.

Gerresheimer betont dabei die Ausrichtung auf Pharma und Biotech; die strategische Bewegung weg vom Formglas-Geschäft unterstreicht diesen Fokus.

Im Terminkalender steht als nächster Fixpunkt der Jahresbericht am 26. Februar – anschließend folgen laut Finanzkalender der Q1-Bericht am 16. April, die Hauptversammlung am 3. Juni und der Halbjahresbericht am 14. Juli 2026.

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