Gewerkschaftliche Arbeitsniederlegung führt zu über 1.000 gestrichenen Flügen am größten deutschen Luftverkehrsknotenpunkt. Tarifverhandlungen beeinflussen Unternehmensaussichten.


Der Betrieb am Frankfurter Flughafen, Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz, steht heute nahezu vollständig still. Ein von der Gewerkschaft Verdi ausgerufener 24-stündiger Streik führt zu massiven Flugausfällen und könnte erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Fraport AG haben. Von den ursprünglich 1.116 geplanten Starts und Landungen wurden bereits 1.054 annulliert, was etwa 150.000 Passagiere betrifft. Fraport teilte mit, dass am Montag kein einziges Passagierflugzeug den Frankfurter Flughafen verlassen werde. Die Arbeitsniederlegung ist Teil eines größeren Tarifkonflikts, bei dem Verdi für Beschäftigte im öffentlichen Dienst unter anderem acht Prozent mehr Lohn oder mindestens 350 Euro monatlich mehr sowie zusätzliche freie Tage fordert. Für Flughafen-Mitarbeiter wie Lademeister Birol Kartag ist die Situation eindeutig: "Es ist einfach alles teurer geworden." Viele Kollegen hätten bereits einen Zweitjob angenommen, um finanziell über die Runden zu kommen. Die Arbeitgeber haben die Forderungen bislang als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Neben Frankfurt sind zwölf weitere deutsche Flughäfen von dem Ausstand betroffen, darunter München, Berlin und Düsseldorf.

Weitreichende Auswirkungen auf Reisende und Betrieb

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Die Auswirkungen des Streiks gehen über den heutigen Tag hinaus. Nach Angaben von Fraport könnten auch am Dienstag noch Verzögerungen und Flugausfälle auftreten. Am Hamburger Flughafen begannen die Arbeitsniederlegungen sogar bereits einen Tag früher, was dort am Sonntag zu rund 300 Flugstreichungen führte. Trotz der erheblichen Einschränkungen scheinen viele Reisende Verständnis für die Aktion zu zeigen. Eine 68-jährige Passagierin, deren Flug in die Dominikanische Republik umgeleitet wurde, kommentierte: "Ein paar Stunden kostet uns das jetzt, aber mein Gott, das nimmt man hin." Fraport berichtet, dass der Flughafen weitgehend ruhig geblieben sei, da die meisten Reisenden vorab informiert wurden und gar nicht erst angereist seien. Lediglich einige Passagiere aus dem Nicht-Schengen-Raum befänden sich im Transitbereich und würden dort versorgt. Die Verhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern sollen noch in diesem Monat fortgesetzt werden. Branchenbeobachter erwarten, dass die durch den Streik verursachten Betriebsausfälle und logistischen Herausforderungen das Quartalsergebnis von Fraport beeinflussen könnten.

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