Fiverr opfert kurzfristiges Wachstum für eine tiefgreifende technologische Transformation. Während das Geschäftsjahr 2025 noch solide verlief, verschreckt der Ausblick auf 2026 die Anleger mit schrumpfenden Umsatzerwartungen. Kann die Plattform den geplanten Umsatzrückgang durch den Fokus auf hochwertige KI-Dienstleistungen langfristig kompensieren?

Strategiewechsel drückt auf die Prognose

Das Management stellt die Weichen für eine mehrjährige Neuausrichtung. Das Ziel: weg von einfachen Kleinstaufträgen, hin zu komplexen, KI-gestützten Projekten. Diese bewusste Entscheidung spiegelt sich deutlich in den Erwartungen für das laufende Jahr wider. Fiverr prognostiziert für 2026 einen Umsatz zwischen 380 Millionen und 420 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 430,9 Millionen US-Dollar entspräche dies einem Rückgang von bis zu 12 Prozent.

Diese vorsichtige Planung resultiert primär aus der Depriorisierung weniger profitabler Transaktionen im unteren Preissegment. Die Transformation erfordert erhebliche Investitionen in die Plattformarchitektur und Produktinnovationen, was die Margen kurzfristig belastet. Das bereinigte EBITDA wird für 2026 in einer Spanne von 60 bis 80 Millionen US-Dollar erwartet.

Weniger Kunden, höhere Ausgaben

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Bereits im vierten Quartal 2025 zeichnete sich dieser Trend in den operativen Kennzahlen ab. Die Zahl der aktiven Käufer sank zwar um 13,6 Prozent auf 3,1 Millionen, doch gleichzeitig stiegen die Ausgaben pro Kopf auf 342 US-Dollar. Die Strategie, das Volumen zugunsten margenstarker Projekte zu vernachlässigen, soll die Plattform langfristig krisenfester machen. Marktbeobachter werten die breite Spanne der Umsatzprognose jedoch als Zeichen erhöhter Unsicherheit während dieser Übergangsphase.

Aktie unter anhaltendem Verkaufsdruck

Die Börse reagierte empfindlich auf die ungewissen Aussichten. Mit einem aktuellen Kurs von 9,58 € notiert das Papier nur knapp über dem erst kürzlich erreichten 52-Wochen-Tief von 9,06 €. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 19,70 € verdeutlicht die Schwere der Korrektur; allein im letzten Monat verlor der Titel rund 31 Prozent an Wert. Anleger bewerten das Unternehmen derzeit primär nach den Risiken des Umbaus statt nach früheren Wachstumsraten.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Migration zu höherwertigen Projekten Früchte trägt. Für das erste Quartal 2026 rechnet Fiverr mit einem Umsatz zwischen 100 Millionen und 108 Millionen US-Dollar. Entscheidend für eine Stabilisierung des Kurses wird sein, ob das Unternehmen die operative Marge trotz der notwendigen Investitionen bei rund 18 Prozent im Mittelpunkt der Spanne halten kann.

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