Die Aktie des Fintech-Riesen Fiserv hat dramatische Monate hinter sich – ein Kursverlust von rund 72 Prozent gegenüber den Höchstständen spricht Bände. Doch nun sorgt der Einstieg eines prominenten Investors für neue Fantasie bei dem angeschlagenen Zahlungsdienstleister. Ist die Bewertung mittlerweile so attraktiv, dass der Boden erreicht ist?

Hedgefonds wittert Chance

BlackBird Financial LP unter der Leitung von Judah Spinner hat am 6. Januar eine signifikante Beteiligung offengelegt. Der Hedgefonds, der sich strukturell an Warren Buffetts frühen Investmentpartnerschaften orientiert, sieht in dem tief gefallenen Kurs offenbar eine günstige Einstiegsgelegenheit. Nach einer umfassenden Prüfung der Wettbewerbsposition und der Geschäftsführung setzt Spinner darauf, dass die zentrale Rolle von Fiserv im globalen Finanzsystem vom Markt derzeit unterschätzt wird.

Bewertung auf Tiefstand

Ein Blick auf die fundamentalen Daten verdeutlicht das Ausmaß der Korrektur. Mit einem Kurs von 68,71 Dollar notiert das Papier weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 238,59 Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist auf etwa 10,6 gesunken, was im historischen Vergleich günstig erscheint. Trotz des massiven Wertverlusts auf eine Marktkapitalisierung von gut 37 Milliarden Dollar erwirtschaftete das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen bereinigten Nettogewinn von über 5 Milliarden Dollar.

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Die Investment-These von BlackBird stützt sich auf solide Kennzahlen:
* Eine hohe Cashflow-Rendite von 12,8 Prozent.
* Ein Umsatzwachstum von 5,2 Prozent in den letzten zwölf Monaten.
* Hohe Wechselkosten für Kunden, die das Geschäftsmodell absichern.

Strategie und Analystenmeinungen

CEO Mike Lyons treibt unter dem Schlagwort „One Fiserv“ den Konzernumbau voran. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und Investitionsstaus in der Technologie aufzulösen. Das Management hat 2026 als Übergangsjahr deklariert und stellt für 2027 wieder ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich in Aussicht. Operativ stützt sich die Zuversicht auf die Expansion des Kassensystems Clover, das durch Partnerschaften mit Walmart und TD Bank wächst, sowie auf die starke Marktstellung im US-Bankensektor.

Die Expertenmeinungen fallen gemischt aus. Während J.P. Morgan den Titel im Rahmen des Ausblicks für 2026 herabstufte, sieht Tigress Financial weiterhin Potenzial. Das Analysehaus senkte zwar das Kursziel drastisch von 250 auf 95 Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung.

Am 4. Februar 2026 legt Fiserv die nächsten Quartalszahlen vor. Dieser Termin wird erste konkrete Hinweise darauf liefern, ob der Turnaround-Plan von CEO Lyons greift und die Zuversicht des neuen Großinvestors gerechtfertigt ist.

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