Nach dem heftigen Kursrutsch im Oktober und einer anhaltenden Talfahrt steht der Payment-Spezialist Fiserv unter Zugzwang. Während das Management auf neue KI-Lösungen setzt, richten sich alle Blicke auf den kommenden Finanzbericht. Anleger fragen sich: Bringen die Zahlen am 10. Februar endlich die erhoffte Stabilisierung oder setzt sich der Abwärtstrend fort?

Der Finanzdienstleister bestätigte gestern, dass die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 10. Februar 2026 vor Börsenbeginn veröffentlicht werden. Die Aktie schloss am Dienstag bei 64,49 US-Dollar und verlor damit im vergangenen Monat weitere 5,1 Prozent an Wert. Um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen, treibt das Unternehmen technologische Initiativen voran. Dazu zählt die kürzlich gestartete Analyse-Lösung "Unknown Shopper", die Händlern mittels Zahlungsdaten tiefere Einblicke in das Kundenverhalten bieten soll, sowie eine erweiterte KI-Partnerschaft mit Microsoft.

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Belastung durch Q3-Enttäuschung

Diese strategischen Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund massiver operativer Herausforderungen. Im späten Oktober verfehlte Fiserv die Gewinnerwartungen deutlich: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,04 US-Dollar weit unter den prognostizierten 2,64 US-Dollar.

Verantwortlich für den Rückschlag waren unter anderem makroökonomische Probleme in wichtigen Wachstumsmärkten wie Argentinien. In der Folge musste das Unternehmen seine Umsatzprognose senken, was zu einer Neubewertung der Aktie führte. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist inzwischen auf rund 10 gefallen – ein Bruchteil historischer Höchststände, die zeitweise beim 40-Fachen lagen.

Gemischte Signale der Investoren

Trotz der niedrigen Bewertung reagieren Marktteilnehmer unterschiedlich. Institutionelle Anleger wie Lee Danner & Bass bauten ihre Positionen im dritten Quartal um rund 20 Prozent aus. Auf Insider-Seite gab es zuletzt eine Meldung über Co-Präsident Panagiotis Georgakopoulos, dessen Einbehaltung von Aktien am 17. Januar jedoch lediglich der Begleichung von Steuerverbindlichkeiten diente und keinen offenen Marktverkauf darstellte.

Ausblick: Entscheidender Termin im Februar

Am 10. Februar wird sich zeigen, ob der im Oktober eingeleitete Umbau der Führungsebene und die neuen Produkte erste Früchte tragen. Analysten werden besonders darauf achten, ob das Unternehmen die revidierte Jahresprognose von 8,50 bis 8,60 US-Dollar je Aktie erreichen kann. Da die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert, ist dieser Bericht entscheidend für die Kursentwicklung im Jahr 2026.

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