Fiserv steht vor einer wegweisenden Woche. Am 10. Februar legt der Zahlungsdienstleister die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und die Erwartungen sind gedämpft. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief, Analysten haben ihre Einschätzungen zuletzt deutlich nach unten korrigiert.

Nach Unternehmensangaben vom 20. Januar wird Fiserv die Q4-Ergebnisse vor Börseneröffnung veröffentlichen. Um 14 Uhr deutscher Zeit folgt eine Telefonkonferenz mit dem Management. Der Zeitpunkt ist heikel: Am 3. Februar sackte die Aktie um 7,66 Prozent auf 58,12 Dollar ab und markierte ein neues Jahrestief bei 57,79 Dollar. Am 6. Februar erholte sich der Kurs leicht auf 60 Dollar.

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Analysten erwarten Gewinnrückgang

Laut Zacks-Konsensus rechnen Analysten mit Erlösen von rund 5 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,90 Dollar für das Schlussquartal 2025. Das entspräche einem Gewinnrückgang von 24,3 Prozent im Jahresvergleich.

Die durchschnittliche Analystenbewertung liegt bei "Hold" – basierend auf vier "Strong Buy", drei "Moderate Buy", 26 "Hold" und zwei "Strong Sell"-Einstufungen (Yahoo Finance, 6. Februar). Im November senkte Susquehanna International das Kursziel von 220 auf 99 Dollar, beließ die Aktie aber auf "Positive".

Über 52 Wochen summiert sich das Minus auf 74,5 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 32,5 Milliarden Dollar.

Strategische Initiativen laufen weiter

Ungeachtet des Kursdrucks treibt Fiserv strategische Partnerschaften voran:

ServiceNow-Kooperation: Am 28. Januar kündigten ServiceNow und Fiserv eine erweiterte KI-Partnerschaft an. Die Now-Assist-Technologie soll operative Arbeitsabläufe im Finanzsektor optimieren.

Small-Business-Daten: Der Fiserv Small Business Index für Januar 2026 fiel um einen Punkt auf 143. Die Umsätze wuchsen im Jahresvergleich um 0,7 Prozent, sanken aber gegenüber Dezember um 0,5 Prozent. Die Kundenfrequenz brach um 2,0 Prozent ein – der stärkste Rückgang seit Mitte 2022, verursacht durch Winterstürme.

Weitere Partnerschaften: Ende Januar schloss Fiserv Deals mit Affirm (flexible Zahlungen für Debitkarten) und Sumitomo Mitsui (Clover-Produkte für Japan).

Ausblick auf die Zahlen

Die Quartalszahlen am 10. Februar werden zeigen, ob Fiserv die gedämpften Erwartungen erfüllen kann. Investoren achten besonders auf Umsatztrends, Margenentwicklung und die Prognose für 2026. Bei anhaltender Schwäche dürfte der Druck auf die Aktie bestehen bleiben.

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