Exxon Mobil steht unter Druck: Umweltbedenken in Guyana, enttäuschende Gasfunde vor Zypern und juristische Auseinandersetzungen in den USA belasten den Konzern.

Der Energieriese Exxon Mobil sieht sich aktuell mit mehreren Problemen konfrontiert. Operative Schwierigkeiten und juristischer Gegenwind prägen das Bild rund um den Konzern. Diese Entwicklungen liefern Marktteilnehmern konkrete Anhaltspunkte zur Bewertung der aktuellen Lage.

Guyana: Dunkle Wolken am Horizont

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In Guyana gerät das geplante siebte Projekt, Hammerhead, ins Visier. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für diese Tiefsee-Entwicklung warnt vor möglichen sozioökonomischen Folgen. Konkret weist die Studie darauf hin, dass das Projekt zu höheren Lebenshaltungskosten beitragen und die Preise für bestimmte Güter und Wohnraum vor Ort steigern könnte.

Diese Einschätzung kommt zu einer Zeit, in der Exxon Mobil seine bedeutende Produktionssteigerung im Stabroek-Block fortsetzt. Das Hammerhead-Projekt selbst zielt darauf ab, täglich erhebliche Mengen an Schweröl zu fördern.

Enttäuschung vor Zypern

Auch bei der Exploration vor der Küste Zyperns gab es einen Dämpfer. Exxon Mobil hat kürzlich, in Partnerschaft mit QatarEnergy, die Bohrung der Quelle Elektra-1 im Block 5 abgeschlossen. Zwar bestätigte die Bohrung das Vorhandensein von Erdgas und qualitativ guten Reservoirs, die entdeckten Mengen wurden jedoch als nicht kommerziell eingestuft.

Damit verschiebt sich der operative Fokus. Das eingesetzte Bohrschiff, die Valaris DS-9, wird nun zu Block 10 verlegt, um mit der Bohrung der Erkundungsquelle Pegasus-1 zu beginnen. Die Auswertung der Daten von Elektra-1 bleibt entscheidend für die zukünftige Strategie des Konsortiums in Block 5.

USA: Alte Lasten holen Exxon ein

An der juristischen Front sieht sich Exxon Mobil in den Vereinigten Staaten mit erneuten Herausforderungen konfrontiert. Ein Bundesberufungsgericht hat eine Klage wegen Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit der ehemaligen Raffinerie des Unternehmens in Torrance, Kalifornien, wieder zugelassen. Der Vorwurf: Giftige Erdölabfälle sollen in das Erdreich unter benachbarte Wohnhäuser gesickert sein.

Der Richterspruch erlaubt explizit, den Anspruch wegen unterirdischer Kontamination weiterzuverfolgen. Diese Entwicklung facht einen langjährigen Streit über die mit dem Raffineriestandort verbundene Umweltverschmutzung neu an.

Kurs spiegelt Unsicherheiten wider

Der Kurs der Aktie spiegelt diese Gemengelage wider. Mit aktuell 91,29 € notiert das Papier nahe dem 52-Wochen-Tief von 89,17 €. Allein in den letzten 30 Tagen ging es um über 12 Prozent abwärts – ein klares Signal für die Verunsicherung der Anleger.

Chemie-Sparte mit Produktionsstart

Im Chemiesegment meldet Exxon Mobil dagegen Fortschritte: Eine neue Butadien-Anlage ist Berichten zufolge in Betrieb gegangen.

Quartalszahlen: Droht die nächste Enttäuschung?

Die Finanzmärkte blicken bereits gespannt auf die nächsten Quartalszahlen, die Exxon Mobil um den 2. Mai herum veröffentlichen will. Im Vorquartal verfehlte der Konzern die Umsatzerwartungen, übertraf aber beim Gewinn pro Aktie und konnte signifikante Kosteneinsparungen vorweisen.

Aktuell rechnen Analysten für das erste Quartal 2025 jedoch mit einem Rückgang des Gewinns pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr. Einige Analystenhäuser haben ihre Prognosen bereits nach unten korrigiert. Wie wird sich die tatsächliche Leistung des Unternehmens im Vergleich zu diesen Erwartungen darstellen? Diese Frage bleibt zentral, während der Berichtstermin näher rückt.

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