Während der globale Biotechnologiesektor von milliardenschweren Übernahmen beflügelt wird, tritt die Evotec Aktie auf der Stelle. Ein Blick auf die jüngsten operativen Fortschritte und die drastischen Umbaumaßnahmen des Hamburger Wirkstoffforschers offenbart eine deutliche Diskrepanz zur aktuellen Marktbewertung.

Sektor im Übernahmefieber

Ein wesentlicher Impulsgeber für die Branche war am Dienstag die 5,6 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Apellis durch Biogen. Der gezahlte Aufschlag von 140 Prozent auf den letzten Börsenkurs unterstreicht die massive Bewertungsschere im Sektor. Strategische Käufer sind bereit, für validierte Portfolios tief in die Tasche zu greifen. Der öffentliche Kapitalmarkt bewertet Biotech-Werte mit niedrigen Margen hingegen weiterhin äußerst vorsichtig. Das spiegelt sich direkt im Kurs von Evotec wider, der gestern bei 4,33 Euro aus dem Handel ging und damit seit Jahresbeginn knapp 22 Prozent an Wert eingebüßt hat.

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Harter Schnitt für mehr Profitabilität

Auf operativer Ebene liefert das Unternehmen durchaus Argumente für eine Stabilisierung. Die Tochter Just – Evotec Biologics sicherte sich kürzlich einen Auftrag der US-Behörde BARDA zur Optimierung der Ebola-Antikörperproduktion. Wenige Tage zuvor bestätigte eine Meilensteinzahlung über 10 Millionen US-Dollar von Bristol Myers Squibb die Relevanz der bestehenden Partnerschaften.

Um die schwache Rentabilität grundlegend zu verbessern, greift das Management nun hart durch und streicht rund 800 Stellen. Marktbeobachter werten diesen Einschnitt als zwingend notwendig, um die Kostenstruktur an das aktuelle Marktumfeld anzupassen und die Margen langfristig zu erhöhen.

Institutionelle Investoren im Minus

Die aktuelle Schwächephase steht in starkem Kontrast zur Positionierung institutioneller Anleger. Der Investor MAK Capital baute zuletzt bei Kursen um 5,78 Euro eine Position auf und liegt damit deutlich über dem gegenwärtigen Marktniveau. Auch die Analysten der Privatbank Berenberg sehen erhebliches Aufwärtspotenzial. Sie bestätigten ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 9,70 Euro und verweisen dabei primär auf die langfristigen Aussichten der bestehenden Forschungsallianzen.

Am 8. April wird das Unternehmen weitere Finanzdaten veröffentlichen. Dieser Termin liefert die nächste konkrete Basis, um den Fortschritt der Restrukturierung zu bewerten und die operative Realität mit der anhaltend niedrigen Marktkapitalisierung abzugleichen.

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