Die Evotec-Aktie erhält gleich von zwei Seiten Unterstützung. Während ein erfolgreicher Portfolio-Exit die Kasse füllt und das Geschäftsmodell bestätigt, sorgt eine signifikante Anteilsaufstockung durch eine Wall-Street-Großbank für Aufsehen. Diese Kombination aus operativer Bestätigung und institutionellem Vertrauensbeweis könnte die nötige Dynamik für die angestrebte Bodenbildung liefern.

Millionendeal stärkt Bilanz

Operativ sorgt die Übernahme von Dark Blue Therapeutics durch den US-Pharma-Riesen Amgen für positive Impulse. Marktberichte von gestern bestätigen den Deal, der ein Gesamtvolumen von bis zu 840 Millionen US-Dollar umfasst. Für Evotec ist dies weit mehr als eine Randnotiz: Als früher Investor und Inkubator profitiert das Hamburger Unternehmen direkt.

Der Verkauf spült nicht nur durch potenzielle Upfront- und Meilensteinzahlungen frische Liquidität in die Kassen, sondern validiert auch die Strategie. Der Ansatz, frühphasige Forschungen in eigenständige Vehikel auszugründen, erweist sich als werthaltig. Die zufließenden Mittel unterstützen zudem den laufenden Umbaukonzern "Priority Reset".

Goldman Sachs baut Position aus

Parallel dazu kommt Bewegung in die Aktionärsstruktur. Eine aktuelle Stimmrechtsmitteilung offenbart, dass Goldman Sachs sein Engagement bei Evotec massiv erhöht hat. Die US-Investmentbank hält nun 5,27 Prozent der Anteile und überschreitet damit die wichtige Meldeschwelle von fünf Prozent.

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Marktbeobachter werten diesen Schritt oft als Vertrauenssignal, da institutionelle Investoren dieser Größe selten ohne fundierte Analyse derartige Positionen aufbauen. Der Einstieg der US-Bank wiegt dabei besonders schwer, da er einen gleichzeitigen Rückzug eines anderen Großinvestors auffängt: JPMorgan reduzierte seine Beteiligung von über fünf auf nun 3,64 Prozent. Dass Goldman Sachs diese Lücke füllt und sogar erweitert, sorgt für neue Kaufkraft im Titel.

Neuaufstellung der Kommunikation

Um das Vertrauen am Kapitalmarkt weiter zu festigen, hat das Unternehmen auch personell nachgelegt. Seit Jahresbeginn bündelt Dr. Sarah Fakih als neuer Executive Vice President die Bereiche Kommunikation und Investor Relations. Ihre Hauptaufgabe wird es sein, die Fortschritte des Effizienzprogramms transparent zu vermitteln und eine einheitliche Ansprache der Investoren sicherzustellen.

Die Aktie notiert aktuell im Bereich von 5,60 bis 5,70 Euro. Mit der frischen Liquidität aus dem Amgen-Deal und dem Rückhalt durch Goldman Sachs richtet sich der Fokus nun darauf, ob die Unterstützung ausreicht, um die Marke von 5,50 Euro nachhaltig zu verteidigen und eine stabile Trendwende einzuleiten.

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