Eutelsat meldet heute zwei operative Fortschritte bei seinem LEO-Satellitenprojekt OneWeb und beim europäischen Satellitenprogramm IRIS². Beides stützt die strategische Ausrichtung auf sichere Konnektivität und Regierungsaufträge – entscheidend wird nun, wie schnell sich diese Schritte in den Kennzahlen niederschlagen.

Wesentliche Punkte im Überblick:

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  • Lizenz für OneWeb-LEO-Dienste in Namibia über Tochter Blue Telecommunications
  • Start des Angebots von Hochleistungs-Internet für Unternehmens- und Spezialanwendungen geplant
  • Erfolgreiche Inbetriebnahme militärischer Ka-Band-Frequenzen über einen Eutelsat-LEO-Satelliten
  • Frequenzsicherung für die künftige EU-Satellitenkonstellation IRIS²
  • Halbjahreszahlen am 13. Februar sollen zeigen, ob die Strategie finanziell greift

OneWeb-Lizenz in Namibia

Am Vormittag wurde die regulatorische Genehmigung für die Eutelsat-Tochter Blue Telecommunications bekannt. Das Unternehmen darf künftig Low Earth Orbit (LEO) Satellitendienste in Namibia anbieten.

Die Lizenz ermöglicht die landesweite Einführung der Eutelsat-OneWeb-Konnektivität. Im Fokus stehen:

  • Hochleistungs-Internet mit geringer Latenz
  • Unternehmenskunden und maritime Anwendungen
  • missionskritische Verbindungen in Regionen mit schwacher oder fehlender terrestrischer Infrastruktur

Die Genehmigung gilt als wichtiger Baustein der regionalen Strategie für 2026. Eutelsat verfolgt damit das Ziel, die OneWeb-Flotte schrittweise in Schwellenländern zu monetarisieren und zusätzliche Erlösquellen aufzubauen.

IRIS²: Militärfrequenzen gesichert

Parallel dazu meldete das Konsortium SpaceRISE, an dem neben Eutelsat auch SES und Hispasat beteiligt sind, einen technischen Meilenstein. Dem Verbund gelang es, militärische Ka-Band-Frequenzen über einen von Eutelsat betriebenen LEO-Satelliten in Betrieb zu nehmen.

Damit werden europäische Frequenzrechte für die geplante IRIS²-Konstellation (Infrastructure for Resilience, Interconnectivity and Security by Satellite) gesichert. IRIS² ist als souveränes, sicheres Kommunikationsnetzwerk der Europäischen Union konzipiert und soll ab 2030 voll einsatzfähig sein.

Eutelsat übernimmt in diesem Rahmen eine zentrale Rolle und positioniert sich als langfristiger Partner für Regierungen und Sicherheitsbehörden in Europa. Die heutige Frequenzsicherung unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts im Portfolio des Unternehmens.

Einordnung und nächster Termin

Beide Meldungen zahlen in die Gesamtstrategie ein, die milliardenschwere OneWeb-Investition global zu verwerten. Die Lizenz in Namibia steht für konkreten Marktzugang, die IRIS²-Fortschritte für die Verankerung im sicherheitsrelevanten Regierungssektor.

Ob diese Schritte bereits messbare Spuren in den Zahlen hinterlassen, wird sich bei der nächsten Ergebnisvorlage zeigen: Am 13. Februar veröffentlicht Eutelsat die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26. Dann wird deutlicher, in welchem Umfang sich die heutigen operativen Erfolge in Umsatzentwicklung und Zielerreichung niederschlagen.

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