Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat treibt den Ausbau seiner Flotte massiv voran, steht dabei aber vor einem teuren Nadelöhr: dem Transport ins All. Um die Abhängigkeit von SpaceX und europäischen Ariane-Raketen zu verringern, verhandelt der Konzern laut aktuellen Berichten mit der indischen Raumfahrtbehörde ISRO. Es geht um nicht weniger als die langfristige Profitabilität eines milliardenschweren Infrastrukturprojekts.

Starts als massiver Kostentreiber

Bis zum Jahr 2030 plant Eutelsat Investitionen von rund zwei Milliarden Euro für sein neues 440-Satelliten-Programm. Die Herausforderung dabei liegt in der Logistik. Historisch machen die eigentlichen Raketenstarts 30 bis 40 Prozent der gesamten Programmkosten aus. Bei diesem Volumen entspricht das einem Budget von bis zu 800 Millionen Euro, das das Management nun aktiv optimieren will.

Nach dem Wegfall der russischen Sojus-Raketen infolge des Ukraine-Krieges war das Unternehmen stark auf wenige Anbieter angewiesen. Neben einem Vertrag mit dem französischen Start-up MaiaSpace für Mini-Trägerraketen markieren die Gespräche mit Indien einen logischen Schritt, um die Startkapazitäten zu diversifizieren und die Verhandlungsposition bei den Preisen zu stärken.

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Flottenausbau nach festem Zeitplan

Die operative Umsetzung des Konstellationsausbaus läuft derweil auf Hochtouren. Im Airbus-Werk in Toulouse werden die neuen Einheiten auf einer speziellen Hochleistungsproduktionslinie gefertigt. Der Zeitplan für die kommenden Jahre ist eng getaktet:

  • Erste Generation: Aktuell 648 Satelliten im All (Erreichen das Ende ihrer Lebensdauer voraussichtlich 2027–2028).
  • Airbus-Großauftrag: 440 neue Einheiten der nächsten Generation (Auslieferungsbeginn noch vor Ende 2026).
  • IRIS²-Beteiligung: Weitere 290 Satelliten im Rahmen des EU-Konsortiums für staatliche Dienste (Betriebsstart ab 2030).

CEO Jean-François Fallacher verteidigt diesen strategischen Ansatz bewusst gegen Vergleiche mit Starlink. Da Eutelsat in einer höheren Umlaufbahn operiert, benötigt das Unternehmen schlichtweg deutlich weniger Satelliten als die Konkurrenz von Elon Musk, um eine vergleichbare Abdeckung zu erzielen.

Solides finanzielles Fundament

Diese Fokussierung auf Effizienz zeigt bereits erste finanzielle Resultate. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres kletterten die Erlöse im wichtigen LEO-Geschäft (Low Earth Orbit) um fast 60 Prozent. Auch am Kapitalmarkt honoriert man diese operative Dynamik: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie bei einem aktuellen Stand von 2,12 Euro ein solides Plus von über 18 Prozent.

Mit einer durch den französischen Staat abgesicherten Refinanzierung in Höhe von fünf Milliarden Euro ist Eutelsat bis 2031 vollständig durchfinanziert. Gelingt es dem Management nun, durch neue Partnerschaften wie mit der ISRO die immensen Startkosten spürbar zu drücken, festigt das die Margenperspektive für den anstehenden Flottenumbau erheblich.

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