Eutelsat Aktie: Europas Souveränitätswette
Norwegen und Island haben am 26. März die Beitrittsvereinbarungen für GOVSATCOM und das IRIS²-Programm unterzeichnet. Für Eutelsat ist das mehr als eine diplomatische Randnotiz — das Unternehmen sitzt als Kernmitglied des SpaceRISE-Konsortiums direkt an der Quelle dieses wachsenden Regierungsgeschäfts.
IRIS²: Ein 10,6-Milliarden-Euro-Projekt gewinnt Kontur
Das IRIS²-Programm, das die EU, die Europäische Weltraumorganisation und private Investoren gemeinsam finanzieren, soll eine Multi-Orbit-Konstellation aus rund 290 Satelliten aufbauen. Staatliche Dienste sollen voraussichtlich ab 2030 operativ sein. Das SpaceRISE-Konsortium — bestehend aus Eutelsat, SES und Hispasat sowie acht Subunternehmern — hält den Konzessionsvertrag für Entwicklung, Betrieb und Bereitstellung des Systems.
Mit dem Beitritt Norwegens und Islands, beides EWR-Mitglieder ohne EU-Vollmitgliedschaft, wächst der Teilnehmerkreis nun über die EU-Außengrenzen hinaus. Beide Länder wollen die Infrastruktur für sichere Regierungskommunikation, Krisenmanagement und Katastrophenschutz nutzen.
OneWeb als operative Grundlage
Eutelsat betreibt mit OneWeb das einzige vollständig operative LEO-Netzwerk in europäischer Hand — ein Alleinstellungsmerkmal, das CEO Jean-François Fallacher zuletzt offensiv als Wettbewerbsvorteil kommunizierte. Regierungskunden, die keine US-amerikanischen Anbieter nutzen wollen, hätten schlicht keine europäische Alternative.
Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2025/26 untermauern die Richtung: OneWeb-Erlöse stiegen um 60 Prozent, nicht-videobezogene Umsätze machen inzwischen 54 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Parallel läuft die Lieferkette an. Airbus Defence and Space baut 340 weitere OneWeb-Satelliten in Toulouse — zusammen mit einem früheren Auftrag über 100 Einheiten ergibt das 440 bestellte Satelliten, erste Lieferungen sind ab Ende 2026 geplant. Eine erste Investitionstranche von zwei Milliarden Euro hält die bestehende Konstellation operativ; eine zweite Tranche gleicher Höhe ist ab 2028/29 für IRIS² reserviert.
Der Beitritt Norwegens und Islands festigt damit eine Nutzerbasis, die Eutelsat als IRIS²-Partner langfristig binden dürfte — und zeigt, dass das Programm trotz seines langen Zeithorizonts schrittweise an politischem Gewicht gewinnt.
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