Eutelsat Aktie: Neuer LEO-Schub
Eutelsat verstärkt seine Präsenz im Satellitenmarkt mit einer neuen, langfristig angelegten Startvereinbarung. Der Konzern hat mehrere Starts mit dem europäischen Raumfahrt-Startup MaiaSpace ab 2027 vertraglich gesichert. Kernziel ist es, die OneWeb-Konstellation in der erdnahen Umlaufbahn (LEO) auszubauen und zu erneuern.
Die Ankündigung folgt nur wenige Tage nach einer großen LEO-Satellitenbestellung bei Airbus und fügt sich damit klar in die Wachstumsstrategie im Bereich globaler Konnektivitätsdienste ein. Wie fügt sich der Deal in das Wettbewerbsumfeld rund um Anbieter wie Starlink ein?
Strategische Partnerschaft mit MaiaSpace
Die Vereinbarung mit MaiaSpace, einer 100-prozentigen Tochter der ArianeGroup, startet 2027 und ergänzt die bisherigen Startoptionen von Eutelsat. Bisher setzte der Konzern vor allem auf Partner wie SpaceX und die indische Raumfahrtorganisation ISRO.
Mit dem neuen Vertrag sollen insbesondere die operative Kontinuität und der Ausbau der OneWeb-Konstellation abgesichert werden. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach breitbandiger Konnektivität über LEO-Satelliten und der Bedarf an langfristig verlässlichen Startkapazitäten.
Die Eckpunkte der Vereinbarung im Überblick:
- Partner: MaiaSpace, französisches Startup für wiederverwendbare Trägerraketen
- Umfang: Mehrere Starts von LEO-Satelliten ab 2027
- Zweck: Erweiterung und Erneuerung der OneWeb-Satellitenflotte
- Kapazität: Maia-Trägerrakete mit Nutzlasten bis zu 4.000 Kilogramm in den Orbit
Für MaiaSpace hat der Deal ebenfalls Gewicht: Der Vertrag könnte einen Großteil der Startmanifeste in den ersten drei Betriebsjahren ausmachen. Die entwickelte Mini-Trägerrakete gilt als europäischer Technologieträger für wiederverwendbare und umweltfreundlicher konzipierte Trägersysteme.
LEO-Fokus und Wettbewerb mit Starlink
Mit der Partnerschaft schärft Eutelsat seine Position im globalen Wettbewerb rund um LEO-Konstellationen wie Starlink von SpaceX. Die OneWeb-Flotte soll als Plattform für sichere Konnektivität für Regierungen, Unternehmen und militärische Nutzer dienen und wird von der britischen und französischen Regierung als strategisch wichtig eingestuft.
Die Diversifizierung der Startanbieter durch einen europäischen Partner hat mehrere Dimensionen:
- Risikominimierung: Weniger Abhängigkeit von einzelnen Anbietern wie SpaceX oder ISRO
- Planungssicherheit: Zusätzliche Startfenster für die kontinuierliche Erneuerung der Konstellation
- Europäische Souveränität: Stärkung der europäischen Trägerkapazitäten im LEO-Segment
Die kurz zuvor gemeldete Großbestellung weiterer LEO-Satelliten bei Airbus und der jetzt vereinbarte Startvertrag mit MaiaSpace ergeben zusammen ein konsistentes Bild: Eutelsat setzt auf ein aggressives Wachstum im LEO-Bereich und baut zugleich seine Infrastruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Beschaffung der Satelliten bis zur Sicherung der Startkapazitäten – weiter aus.
Fazit für die Eutelsat Aktie
Für die Aktie ist die neue Vereinbarung vor allem als strategischer Baustein zu werten: Eutelsat sichert sich zusätzliche Kapazitäten für das LEO-Kerngeschäft und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von außereuropäischen Startdienstleistern. Zusammen mit der jüngsten Airbus-Bestellung unterstreicht der Deal den Anspruch, die OneWeb-Konstellation konsequent auszubauen und langfristig zu betreiben.
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