Anleger bei Eutelsat stehen mit dem Rücken zur Wand. Seit gestern läuft die Bezugsfrist für eine gigantische Kapitalerhöhung, die den Aktienkurs massiv unter Druck setzt und Bestandsaktionäre vor eine schmerzhafte Wahl stellt. Müssen Investoren jetzt zähneknirschend frisches Geld nachschießen oder droht der endgültige Wertverfall im Depot?

Dramatische Neubewertung

Der Satellitenbetreiber macht ernst mit seiner finanziellen Neuaufstellung, doch die Konditionen sind nichts für schwache Nerven. Um die benötigten 670 Millionen Euro einzusammeln, werden neue Aktien mit einem massiven Rabatt auf den Markt geworfen. Der Bezugspreis von 1,35 Euro liegt weit unter dem Wochenschlusskurs von rund 2,18 Euro – ein klares Indiz für die Dringlichkeit der Maßnahme.

Die harten Fakten für Aktionäre:
* Bezugsverhältnis: 8 neue Aktien für 11 alte Aktien.
* Bezugspreis: 1,35 Euro (massiver Abschlag zum Börsenkurs).
* Zeitdruck: Die Frist läuft nur bis zum 9. Dezember 2025.
* Handel: Bezugsrechte werden bereits aktiv gehandelt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?

Diese massive Verwässerung ruft sofort die Analysten auf den Plan. AlphaValue reagierte prompt und strich das Kursziel radikal von 4,01 Euro auf 2,89 Euro zusammen. Zwar bleibt das Votum auf "Buy", doch die Begründung wiegt schwer: Die Flut an neuen Aktien – insgesamt steigt die Zahl auf 1.175 Millionen Stück – drückt den rechnerischen Wert jedes einzelnen Anteilscheins gewaltig.

Milliarden-Wette fordert Tribut

Der aktuelle Aderlass kommt nicht aus heiterem Himmel, sondern ist die Rechnung für die aggressive Expansionsstrategie der letzten Jahre. Die Fusion mit OneWeb und der kostenintensive Aufbau der LEO-Satellitenkonstellation verschlingen Unsummen. Eutelsat kämpft an zwei Fronten: gegen einen hohen Schuldenberg und für die Finanzierung zukünftiger Projekte wie das europäische IRIS²-Programm.

Historisch gesehen handelt es sich um eine der aggressivsten Refinanzierungen in der Firmengeschichte. Das Ziel ist klar definiert: Der Verschuldungsgrad soll bis zum Geschäftsjahr 2025/26 auf das 2,5-fache des EBITDA gedrückt werden. Doch der Weg dorthin führt unausweichlich über die Geldbeutel der Bestandsaktionäre.

Die Uhr tickt gnadenlos

Für die kommenden Tage ist an der Börse mit heftigen Turbulenzen zu rechnen. Der Handel mit den Bezugsrechten endet bereits am 5. Dezember. Wer bis dahin nicht aktiv wird – sei es durch Verkauf oder Ausübung –, sieht seine Rechte am 9. Dezember wertlos verfallen. Charttechnisch gleicht das Bild einem Trümmerfeld: Wichtige Unterstützungen wurden pulverisiert. Eine Bodenbildung ist wohl erst zu erwarten, wenn die Kapitalmaßnahme vollständig abgeschlossen ist und der Verkaufsdruck der Arbitrageure nachlässt. Kann sich die Aktie von diesem Schock erholen?

Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...