Nach einem verheerenden Börsenjahr 2025 und einer massiven Kapitalverwässerung startet Eutelsat auf tiefem Niveau in das neue Jahr. Doch pünktlich zum Jahreswechsel gibt es operative Neuigkeiten: Eine strategische Partnerschaft in Gabun soll die umstrittene LEO-Satellitenstrategie validieren. Reicht dieser operative Lichtblick, um das Vertrauen der Anleger nach dem Kurssturz zurückzugewinnen?

Strategische Partnerschaft in Gabun

Ungeachtet der feiertagsbedingten Handelsruhe meldete der Satellitenbetreiber eine Kooperation mit Airtel Gabon. Kern des Abkommens ist die Bereitstellung von Konnektivitätsdiensten für Personenzüge über die OneWeb Low Earth Orbit (LEO) Satellitenkonstellation.

Dieser Schritt ist für die Bewertung der Aktie relevant, da er über eine reine Absichtserklärung hinausgeht. Er liefert den Beweis, dass die teure OneWeb-Integration konkrete B2B-Anwendungsfälle in Schwellenländern generiert. Das Projekt ist Teil einer nationalen Digitalisierungsinitiative und könnte als Modell für weitere Eisenbahn-Projekte auf dem afrikanischen Kontinent dienen. Philippe Baudrier, Vice President Africa bei Eutelsat, sieht darin eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit Airtel.

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Die Last der Verwässerung

Dass die Aktie das Jahr mit einem Schlusskurs von 1,71 Euro beginnt – weit entfernt vom Jahreshoch bei über 9 Euro –, ist primär die Folge der Kapitalmaßnahmen vom November 2025. Zur Bilanzstärkung führte das Unternehmen eine Bezugsrechtskapitalerhöhung über rund 670 Millionen Euro durch.

Diese Maßnahme hat die Anzahl der ausstehenden Aktien drastisch erhöht. Der aktuelle Kurs spiegelt diese Verwässerung wider: Der Gewinn pro Aktie und der Buchwert für Altaktionäre sanken signifikant. Der Markt preist aktuell zwar die geglückte Refinanzierung ein, bleibt hinsichtlich der zukünftigen Profitabilität jedoch skeptisch. Das charttechnische Bild zeigt lediglich eine Stabilisierung knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,15 Euro.

Skepsis trotz Kurspotenzial

Analysten reagieren verhalten auf die aktuelle Gemengelage. Zwar suggeriert das durchschnittliche Kursziel von rund 2,69 Euro theoretisch ein hohes Aufwärtspotenzial, doch die Mehrheit der Experten votiert lediglich mit "Halten". Der Fokus liegt nun auf der operativen Exekution: Eutelsat muss beweisen, dass die durch die Kapitalerhöhung gewonnene Zeit genutzt wird, um nachhaltige Cashflows zu generieren.

Der reguläre Handelsstart am 2. Januar wird zeigen, ob die Marke von 1,70 Euro verteidigt werden kann. Während die operative Meldung die Strategie stützt, bleibt die massive Erhöhung der Aktienanzahl der dominierende Preisfaktor. Für eine fundamentale Neubewertung muss das Management nun konstant profitable Anwendungsfälle wie jenen in Gabun liefern.

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