European Lithium ist mit einem deutlichen Kurssprung in die erste Handelswoche des Jahres gestartet. Nach wochenlanger Seitwärtsbewegung löste die Aktie am Montag einen technischen Ausbruch nach oben aus. Auslöser waren neue Signale von der Beteiligung Critical Metals Corp sowie ein positiver Branchenbericht zum Lithium-Markt.

Neuer Schub durch Tanbreez-Projekt

Am 1. Januar bestätigte Tony Sage, CEO von Critical Metals Corp (Nasdaq: CRML), dass endgültige Lieferverträge für das Tanbreez-Projekt in Grönland im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden sollen. European Lithium hält an Critical Metals eine Mehrheitsbeteiligung.

Diese Aussage liefert erstmals einen klaren Zeitrahmen für die Kommerzialisierung des großen Seltenerde-Projekts. Für viele Anleger war genau diese Visibilität beim Übergang vom Projektstatus zu laufenden Lieferbeziehungen bisher ein Unsicherheitsfaktor.

Bereits am 9. Dezember 2025 hatte Critical Metals eine unverbindliche Absichtserklärung mit der rumänischen Staatsgesellschaft FPCU unterzeichnet. Während diese Meldung zunächst eher als strategische Weichenstellung wahrgenommen wurde, sorgt die nun genannte Zielgröße für das erste Quartal für mehr Vertrauen in die Umsetzung.

Kursreaktion und Marktdaten

Die Aktie schloss am Montag bei 0,18 Australischen Dollar (AUD). Das entspricht einem Anstieg von rund 16 % gegenüber der jüngsten Unterstützung um 0,155 AUD.

Wichtige Punkte im Überblick:
- Kursniveau: Schlusskurs bei 0,18 AUD, damit über dem 15-Tage-Durchschnitt von 0,165 AUD
- Technik: Überwinden des kurzfristigen gleitenden Durchschnitts als Kaufsignal
- Volumen: Handelsvolumen lag über 38 % über dem Tagesdurchschnitt
- Sektor: Positive Stimmung im gesamten Lithium- und Batteriemetall-Segment

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei European Lithium?

Das erhöhte Volumen signalisiert breites Interesse am Markt. Der Ausbruch über den 15-Tage-Durchschnitt unterstreicht die Dynamik des Anstiegs.

Rückenwind aus dem Lithium-Sektor

Zusätzliche Unterstützung kommt von der Branchenseite. Ein heute veröffentlichter Reuters-Bericht rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Lithium-Nachfrage für Energiespeichersysteme um 55 %. Dieser erwartete Nachfrageimpuls aus stationären Speichern erweitert die bisher stark auf Elektrofahrzeuge fokussierte Story.

Nach der Schwächephase vieler Batteriemetall-Werte Ende 2025 sorgt die Aussicht auf stärkeres Wachstum bei stationären Speichern nun für eine breitere Nachfragebasis. Projekte wie Tanbreez in Grönland und Wolfsberg in Österreich rücken damit stärker in den Fokus, da sie im Kontext des EU Critical Raw Materials Act helfen können, Abhängigkeiten in der Verarbeitungskette – insbesondere von China – zu verringern.

Bewertung im aktuellen Kontext

Die aktuelle Rally folgt auf eine Konsolidierungsphase im Dezember 2025, in der die Aktie überwiegend zwischen 0,15 und 0,16 AUD gehandelt wurde. Die Skepsis im Markt galt dabei vor allem dem Zeitpunkt einer Erholung des Lithium-Sektors und der Umsetzung der Projektpläne.

Mit der erneuten Bestätigung der Ziele für das erste Quartal 2026 durch Critical Metals Corp verringert sich aus Marktsicht der Abschlag für Ausführungsrisiken. Im Vergleich zum 52-Wochen-Tief von 0,034 AUD im April 2025 notiert die Aktie nun in der Nähe der Hochs der vergangenen sechs Monate. Der Markt preist damit zunehmend ein, dass der Übergang vom Explorations- zum Entwicklungsstadium vorankommt.

Ausblick auf das erste Quartal

Für die kommenden Wochen bleibt vor allem der Zeitplan für verbindliche Lieferverträge beim Tanbreez-Projekt entscheidend. Die Aussagen von CEO Tony Sage zielen auf einen Abschluss bis Ende März. Verzögerungen über diesen Zeitraum hinaus könnten den Risikoaufschlag wieder erhöhen.

Charttechnisch gilt der Schlusskurs bei 0,18 AUD als positives Signal. Hält sich der Kurs über dieser Marke, rückt der Bereich um 0,20 AUD als nächste psychologisch wichtige Widerstandszone in den Blick. Auf der Unterseite dürfte der Bereich um 0,165 AUD, der bisherige kurzfristige Widerstand, nun als potenzielle Unterstützung dienen. In Kombination mit dem prognostizierten Nachfrageanstieg im Lithium-Markt bleibt der Titel damit eng an die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpolitik in Europa und die Umsetzung der Q1-Ziele gekoppelt.

European Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue European Lithium-Analyse vom 06. Januar liefert die Antwort:

Die neusten European Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für European Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

European Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...