Ethereum versucht sich nach dem jüngsten Rutsch zu stabilisieren – doch der Markt sendet gerade widersprüchliche Signale. Während Anleger über ETFs offenbar Kapital abziehen, greifen einzelne Unternehmen auf der Blockchain umso entschlossener zu. Was sagt diese Spaltung über die aktuelle Stimmung aus?

ETF-Abflüsse drücken auf die Stimmung

Der Abverkauf der letzten Tage hat Spuren hinterlassen – vor allem bei klassischen Krypto-Investmentprodukten. Laut Marktdaten zogen Anleger in der vergangenen Woche weltweit 1,7 Milliarden US-Dollar aus Krypto-Fonds ab. Ethereum-Produkte traf es besonders: Allein am vergangenen Freitag sollen in einer Sitzung über 250 Millionen US-Dollar aus ETH-ETFs abgeflossen sein, für die Woche werden rund 308 Millionen US-Dollar an Nettoabflüssen genannt.

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Das passt ins Bild einer breiteren Korrektur am Kryptomarkt. Bitcoin konsolidierte zeitweise unter 80.000 US-Dollar – ein Niveau, das zuletzt im Frühjahr 2025 unterschritten wurde. Ethereum selbst prallte nach einem Test tieferer Bereiche wieder nach oben ab, bleibt aber klar im Reparaturmodus.

Wichtiger Kurspunkt (aus den bereitgestellten Daten): Mit 2.278,45 USD liegt ETH nach -27,11% in 30 Tagen nur noch knapp über dem jüngsten 52‑Wochentief.

Bitmine kauft – trotz Buchverlusten

Auffällig ist der Kontrast zu den ETF-Strömen: Auf Unternehmensseite gibt es Käufer, die den Rücksetzer als Gelegenheit nutzen. Bitmine Immersion Technologies meldete den Zukauf von 41.788 ETH im Wert von rund 96 Millionen US-Dollar.

Damit soll die Ethereum-Reserve des Unternehmens auf etwa 4,28 Millionen ETH steigen – laut Bericht fast 3,5% des umlaufenden Angebots. Diese Strategie ist aktuell allerdings deutlich „unter Wasser“: Bei einem geschätzten durchschnittlichen Einstieg zwischen 3.800 und 3.900 US-Dollar je ETH liegen die nicht realisierten Verluste demnach bei über 6 Milliarden US-Dollar. Chairman Tom Lee verteidigte den Ansatz mit Verweis auf aus seiner Sicht stärkere Netzwerk-Fundamentaldaten und Staking-Erträge als langfristige Treiber.

Stress im Ökosystem – und ein Blick auf 2.200 Dollar

Der Preisrückgang trifft inzwischen auch Akteure aus dem traditionellen Finanzbereich. Die japanische Großbank Nomura berichtete, dass ihre Digital-Asset-Tochter Laser Digital im dritten Quartal einen Verlust von 68 Millionen US-Dollar (10,6 Mrd. Yen) verbuchte – ausgelöst durch den scharfen Rückgang der Assetpreise.

Gleichzeitig kühlt die Risikofreude im DeFi-Umfeld ab: Das Layer‑2‑Projekt Arbitrum (ARB) fiel laut Bericht auf 0,1358 US-Dollar.

Konkret richtet sich der Blick des Marktes nun auf drei Punkte:
- Drehen die ETF-Flows? Entscheidend ist, ob die Abflüsse aus ETH-Produkten nachlassen oder weiter Liquidität abziehen.
- Hält die Unternehmensnachfrage stand? Bei Bitmine wird wichtig, wie das Unternehmen die riesige Position trotz milliardenschwerer Buchverluste managt – und ob Nachahmer auftreten.
- Verteidigt ETH die 2.200‑Dollar-Zone? Im Bericht gilt ein Tagesschluss über 2.200 US-Dollar als zentral, um einen erneuten Druck in Richtung 1.800 US-Dollar zu vermeiden.

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