Anleger am Kryptomarkt brauchen derzeit starke Nerven. Erstmals seit April 2025 ist der Bitcoin unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar gefallen. Während ETF-Investoren in Scharen fliehen und die Unsicherheit über den künftigen US-Notenbankchef Kevin Warsh wächst, suchen Marktteilnehmer verzweifelt nach einem Boden.

Zwangsliquidationen und ETF-Flucht

Beschleunigt wurde der Abverkauf durch eine Kaskade an Zwangsliquidationen am Derivatemarkt. Allein seit vergangenem Donnerstag wurden Positionen im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar glattgestellt – ein klares Zeichen dafür, dass viele Händler auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Parallel dazu verzeichnen die US-Spot-ETFs massive Abflüsse. Der sonst so stabile Anker wackelt: Fast 510 Millionen US-Dollar flossen am vergangenen Freitag ab, wobei der iShares Bitcoin Trust von BlackRock den Löwenanteil ausmachte.

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Mit einem aktuellen Kurs von 78.103,00 US-Dollar nähert sich der Bitcoin gefährlich seinem 52-Wochen-Tief bei 76.937,06 US-Dollar an. Viele ETF-Investoren sitzen laut Analysten nun auf Buchverlusten von durchschnittlich rund 15 Prozent.

Großanleger unter Druck

Selbst die größten Akteure bleiben von der Korrektur nicht verschont. Strategy (ehemals MicroStrategy), der weltweit größte korporative Bitcoin-Halter, rutschte mit seinem Bestand von über 713.000 Coins kurzzeitig in die Verlustzone. Der Durchschnittspreis des Unternehmens liegt bei 76.052 US-Dollar pro Bitcoin. Als der Kurs am 1. Februar kurzzeitig unter die 75.000-Dollar-Marke tauchte, summierten sich die unrealisierten Verluste auf fast eine Milliarde US-Dollar. Ungeachtet der Turbulenzen hielt das Unternehmen an seinem Kurs fest und kaufte in der Woche vor dem Crash weiter zu.

Der Faktor Kevin Warsh

Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Unsicherheit ist die Personalie Kevin Warsh. Die Nominierung durch US-Präsident Donald Trump für den Vorsitz der US-Notenbank Fed sorgt für Nervosität. Warsh gilt als geldpolitischer „Falke“ und hat sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Ausweitung der Notenbankbilanz geäußert. Zwar bezeichnete er Bitcoin einst als möglichen „Disziplinierer der Märkte“, nannte Kryptowährungen aber auch „Software, die vorgibt, Geld zu sein“. Marktbeobachter fürchten, dass unter seiner Führung der monetäre Gegenwind für Risiko-Assets zunehmen könnte.

Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob das institutionelle Kapital in die ETFs zurückkehrt und wie sich die Zinspolitik konkretisiert. Während einige Analysten eine technische Bodenbildung im Bereich von 71.000 US-Dollar für möglich halten, warnen pessimistischere Stimmen vor einem weiteren Rücksetzer bis auf 40.000 US-Dollar. Entscheidend bleiben in den kommenden Wochen die Signale der nächsten FOMC-Sitzung sowie der Verlauf des Bestätigungsverfahrens von Warsh im Senat.

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