Ethereum: Wale bauen ab
Ethereum bekommt es erneut mit Verkaufsdruck zu tun – und diesmal kommt er von einer einzelnen, sehr großen Adresse. Die in Hongkong ansässige Investmentfirma Trend Research hat ihre komplette ETH-Position aufgelöst und damit einen hohen Verlust realisiert. Was steckt hinter dem Schritt – und warum passt er in ein größeres Muster am DeFi-Markt?
Große Position glattgestellt – mit deutlichem Minus
Laut Daten von Arkham Intelligence (veröffentlicht am 7. Februar 2026) hat Trend Research rund 31.073 ETH zu Binance transferiert und damit die restliche Position geschlossen. Auf der zugeordneten On-Chain-Adresse verbleiben nur noch 0,165 ETH.
Interessant ist vor allem die Dimension: Trend Research, ein Affiliate von LD Capital, soll insgesamt 651.500 ETH zu einem durchschnittlichen Einstiegskurs von etwa 3.180 US-Dollar aufgebaut haben. Der Ausstieg erfolgte im Schnitt bei rund 2.053 US-Dollar je ETH. Daraus ergibt sich ein geschätzter Gesamtverlust von ungefähr 734 Millionen US-Dollar.
Der vollständige Exit kommt nicht aus dem Nichts. Bereits Anfang Februar hatte die Firma 33.589 ETH (damals rund 79 Millionen US-Dollar) bei Binance eingezahlt und im Gegenzug 77,5 Millionen USDT abgezogen, um Schulden auf dem Kreditprotokoll Aave zurückzuzahlen. Der rote Faden: Risiko rausnehmen, Hebel abbauen, Verpflichtungen bedienen.
Deleveraging bleibt das Thema im DeFi-Umfeld
Trend Research ist dabei kein Einzelfall. Anfang Februar zeigte On-Chain-Tracking, dass ein weiterer großer Halter („BitcoinOG“) innerhalb von 48 Stunden 121.185 ETH im Wert von rund 292 Millionen US-Dollar verkauft haben soll. Auch hier diente ein Teil der Erlöse offenbar dazu, Stablecoin-Schulden auf Aave zu tilgen – konkret ging es um etwa 92,5 Millionen US-Dollar.
Dass der Markt weiterhin empfindlich auf solche Hebel-Effekte reagiert, zeigte zudem ein Ereignis Ende Januar: Aave verarbeitete laut Gründer Stani Kulechov am 31. Januar 2026 automatisierte Liquidationen von über 140 Millionen US-Dollar. Technisch lief das laut Aussage ohne gemeldete Probleme über mehrere Netzwerke hinweg – inhaltlich unterstreicht es aber, wie schnell Positionen bei Stress abgebaut werden.
Einordnend dazu der Kurs: Ethereum notiert aktuell bei 2.079,92 US-Dollar und hat in den letzten 30 Tagen rund 32,54% nachgegeben.
Technik-Fahrplan 2026: Zwei große Upgrades geplant
Trotz des nervösen Marktumfelds läuft die Protokoll-Entwicklung weiter nach Plan. Für 2026 sind zwei Hard Forks angekündigt:
Glamsterdam (1. Halbjahr 2026) – Fokus auf effizientere Ausführung, unter anderem mit:
- Enshrined Proposer-Builder Separation (ePBS) zur Reduzierung von Zentralisierungsrisiken
- Block-level Access Lists für parallele Transaktionsverarbeitung
- möglichen Gas-Limit-Erhöhungen (als Zielgröße werden bis zu 200 Millionen pro Block genannt)
Hegota (2. Halbjahr 2026) – Fokus auf langfristige Nachhaltigkeit:
- Verkle Trees, um Hardware-Anforderungen für Node-Betreiber zu senken
- FOCIL-Mechanismen zur Stärkung der Zensurresistenz
- Werkzeuge für „State“-/History-Expiration, um das Datenwachstum besser zu managen
Die Ethereum Foundation hatte diesen schnelleren Takt bereits im Dezember 2025 bestätigt: weg von seltenen Mega-Upgrades, hin zu häufigeren, fokussierten Releases.
Am konkretesten werden kurzfristig drei Termine: Diese Woche stehen die US-Inflationsdaten (CPI für Januar) an, am 10. Februar folgt ein Treffen im Weißen Haus zur Krypto-Branche mit Schwerpunkt Stablecoin-Regulierung, und ab dem 30. März startet die EthCC in Cannes – inklusive erwarteter institutioneller Einordnung zur MiCA-Regulierung.
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