Der Kryptomarkt erlebt Anfang Februar einen heftigen Ausverkauf – und Ethereum trifft es besonders hart. Die zweitgrößte Kryptowährung hat wichtige Unterstützungsmarken durchbrochen und notiert mittlerweile im Bereich von 2.100 bis 2.150 US-Dollar. Innerhalb von 24 Stunden wurden über Bitcoin und Ethereum hinweg Positionen im Wert von 704 Millionen US-Dollar liquidiert. Was steckt hinter diesem Abverkauf?

Makro-Umfeld belastet Risikoassets

Hinter dem aktuellen Kursrutsch steht eine breite Flucht aus spekulativen Anlagen. Unsicherheit über den Zeitpunkt kommender Zinssenkungen und die Schwäche bei Technologiewerten haben Investoren veranlasst, Risikopositionen abzubauen. In einem solchen Umfeld gehören Kryptowährungen zu den ersten Vermögenswerten, die unter Druck geraten.

Verschärft wird die Situation durch Hebel-Dynamiken. In den Wochen vor dem Ausverkauf hatten sich spekulative Long-Positionen aufgebaut. Als Ethereum zentrale technische Marken unterschritt, wurden Stop-Loss-Orders ausgelöst – ein Dominoeffekt setzte ein. Die zwangsweise Auflösung gehebelter Positionen trieb den Kurs weiter nach unten, als es durch reinen Spot-Verkauf geschehen wäre.

Institutionelle Zurückhaltung

Anders als bei früheren Korrekturen fehlt diesmal der aggressive Einstieg institutioneller Käufer. Seit Jahresbeginn zeigen Zuflüsse in Ethereum-basierte Anlageprodukte ein wechselhaftes Bild – taktische Positionierung statt überzeugter Aufstockung. Diese Zurückhaltung lässt den Kurs anfällig für anhaltenden Abwärtsdruck.

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Hinzu kommen Ethereum-spezifische Sorgen: Die Diskussion um die Wirtschaftlichkeit von Layer-2-Lösungen und der Wettbewerb zwischen Smart-Contract-Plattformen belasten die Stimmung. Während Bitcoin und andere Kryptowährungen zuletzt deutlicher zulegen konnten, blieb Ether zurück – ein Umstand, der innerhalb der Community bereits Ende 2025 zu Führungswechseln bei der Ethereum Foundation führte.

Technische Lage deutlich negativ

Technische Indikatoren bestätigen den Abwärtstrend. Der Chaikin Money Flow bleibt klar im negativen Bereich, was anhaltende Kapitalabflüsse signalisiert. Der Average Directional Index liegt nahe 39 und zeigt damit einen ausgeprägten Trend an. Prediction Markets taxieren die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin noch im Februar unter 70.000 US-Dollar fällt, auf 56 Prozent – ein Indiz für die nervöse Grundstimmung am gesamten Kryptomarkt.

Netzwerk-Entwicklung läuft weiter

Unabhängig vom Kursgeschehen setzt Ethereum seine Entwicklungsarbeit fort. Für 2026 sind zwei wichtige Upgrades geplant: "Glamsterdam" in der ersten Jahreshälfte soll Block-level Access Lists und enshrined Proposer-Builder Separation bringen. "Hegota" in der zweiten Jahreshälfte wird voraussichtlich Verkle Trees implementieren, um die Speicheranforderungen für Nodes zu reduzieren. Das Fusaka-Upgrade mit PeerDAS wurde bereits im Dezember 2025 ausgerollt und markierte den Übergang zu einem schnelleren Update-Rhythmus.

Ob diese technischen Fortschritte kurzfristig Kursimpulse setzen können, bleibt fraglich. Solange das makroökonomische Umfeld belastet und institutionelle Käufer zurückhaltend bleiben, dürfte die Volatilität hoch bleiben.

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