Ethereum: Ungewisse Signale?
Die Ethereum Foundation hat ihre Protokoll-Prioritäten für 2026 veröffentlicht – und setzt dabei klar auf mehr Tempo im Netzwerk, bessere Bedienbarkeit und stärkere Sicherheit. Auf dem Papier klingt das nach einem stringenten Plan. Am Markt kommt diese Langfrist-Perspektive aber vorerst nur gedämpft an.
Fokus 2026: Skalierung, UX, Sicherheit
In einem Blogbeitrag vom 18. Februar skizziert die Foundation drei strategische Tracks: „Scale“, „Improve UX“ und „Harden the L1“. Das zentrale technische Ziel: das Gas-Limit der Layer-1-Blockchain „in Richtung und über“ 100 Millionen zu treiben. Damit würde Ethereum mehr Transaktionskapazität direkt auf der Basisschicht schaffen.
Der Hintergrund: 2025 war die Kapazität bereits deutlich angehoben worden – laut Foundation stieg das Gas-Limit zwischen den Upgrades Pectra und Fusaka von 30 auf 60 Millionen. 2026 soll der nächste Schritt folgen, flankiert von zwei großen Hard Forks:
- „Glamsterdam“ (1. Halbjahr 2026): Schwerpunkt auf Skalierung und Effizienz von Layer 1, mit bis zu 22 EIPs.
- „Hegotá“ (später 2026): Höhere Gas-Limits, „native account abstraction“ (Konten sollen flexibler und nutzerfreundlicher werden) sowie erste Maßnahmen für „Post-Quantum“-Vorbereitung.
Parallel betont die Foundation „Blob Scaling“ als Hebel für Layer-2-Netzwerke. Ziel ist es, Abwicklungszeiten zu senken und Transaktionskosten im Rollup-Ökosystem weiter zu drücken.
Warum der Markt trotzdem zögert
Trotz der klaren Meilensteine hat sich die Roadmap kurzfristig nicht als Kurstreiber durchgesetzt. Ethereum steht seit Wochen spürbar unter Druck: Auf 30-Tage-Sicht liegt das Asset laut den vorgegebenen Daten rund 33% im Minus.
Zusätzlicher Gegenwind kam durch Meldungen zu institutionellen Bewegungen vom 18. Februar. SEC-Unterlagen zeigten, dass Einheiten rund um Investor Peter Thiel Positionen in „ETHZilla“ abgebaut haben – einem Vehikel mit Ethereum-Treasury-Exposure. Traders Union ordnet solche Schritte zwar nicht als direkten „Spot-Preis-Schalter“ ein, betont aber den Effekt auf die Erzählung am Markt: Wenn das Umfeld fragil ist, können Abgänge großer Adressen die Bereitschaft zum „Halten“ sichtbar schwächen.
Technischer Unterbau: Mehr Leistung – aber nicht um jeden Preis
Die 2026er Planung baut auf einem aus Sicht der Foundation „produktiven 2025“ auf: Pectra (Mai) und Fusaka (Dezember) brachten unter anderem PeerDAS (Data Availability Sampling) und Verbesserungen beim Validator-Onboarding.
Neu ist 2026 der stärkere Akzent auf „Harden the L1“. Gemeint sind Forschung und Maßnahmen für Zensurresistenz sowie langfristige Sicherheit, explizit auch mit Blick auf potenzielle Risiken durch Quantencomputer. Die Botschaft dahinter: Ethereum will Kapazität ausbauen, ohne die Rolle als möglichst neutrale Settlement-Schicht zu verwässern.
Zum Kalender passt damit ein klares Bild: Im ersten Halbjahr soll „Glamsterdam“ die Effizienz und Skalierung voranbringen, später im Jahr soll „Hegotá“ die größeren Kapazitätsschritte und neue Account-Funktionen liefern. Kurzfristig bleibt der Kurs aber an das allgemeine Risiko-Appetit-Umfeld gekoppelt – und daran, wie der Markt Verkaufsdruck rund um die psychologisch wichtige 2.000-Dollar-Zone verarbeitet.
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