Ethereum bewegt sich zum Wochenende kaum vom Fleck – und das bei fundamentalen Kennzahlen, die beeindruckender nicht sein könnten. Während der Kurs unter technischen Widerständen feststeckt, häufen sich die Zeichen massiver institutioneller Aktivität. Über 8,3 Milliarden Dollar stehen in der Warteschlange fürs Staking, Großinvestoren kaufen nach, ETF-Zuflüsse bleiben hoch. Was bedeutet diese Diskrepanz zwischen Preis und On-Chain-Daten?

Die Staking-Warteschlange explodiert

Das auffälligste Phänomen ist die beispiellose Nachfrage nach Staking. Mehr als 2,55 Millionen ETH im Wert von über 8,3 Milliarden Dollar warten darauf, als Validatoren aktiviert zu werden. Die Wartezeit hat sich auf über 44 Tage ausgedehnt – der längste Rückstau seit Juli 2023.

Hauptverantwortlich ist BitMine Immersion, das über 1,25 Millionen ETH in den Staking-Vertrag geschoben hat. Diese massive Liquiditätssperre entzieht dem offenen Markt faktisch Angebot und erhöht die Knappheit – selbst wenn der Kurs davon noch nichts zeigt.

Für institutionelle Produkte wie die geplanten Staking-ETFs von BlackRock wird der Engpass zum Problem. Die verzögerte Aktivierung erschwert den zeitnahen Einsatz frischen Kapitals in renditetragende Protokollebenen.

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Großinvestoren bleiben aktiv

Trotz der verhaltenen Kursentwicklung signalisieren die Kapitalflüsse Zuversicht. Ein bekannter Großinvestor – der sogenannte „1011 Flash Crash Short Seller" – kaufte am Samstag nach einmonatiger Pause weitere 20.000 ETH zu. Sein Portfolio umfasst nun 223.340 ETH im Wert von rund 736 Millionen Dollar, mit einem unrealisierten Gewinn von knapp 30 Millionen Dollar.

Parallel dazu verzeichnete der BlackRock Ethereum ETF am Freitag Zuflüsse von 149 Millionen Dollar. In den ersten vier Handelstagen der Woche summierten sich die Zuflüsse auf rund 470 Millionen Dollar. Das verwaltete Vermögen in Ethereum-ETFs erreicht damit etwa 18 Milliarden Dollar.

Technischer Ausblick

Ethereum konsolidiert aktuell zwischen der Unterstützung bei 3.280 Dollar und einer Widerstandszone um 3.388 bis 3.400 Dollar. Ein Ausbruch über die 3.400-Dollar-Marke könnte laut Analysten das 3.800-Dollar-Niveau ins Visier rücken. Fällt die Unterstützung bei 3.280 Dollar, droht eine Korrektur Richtung 3.160 Dollar.

Die Diskrepanz zwischen steigender Staking-Nachfrage und stagnierendem Kurs deutet auf einen möglichen Angebotsschock hin. Ob sich dieser in den kommenden Wochen im Preis niederschlägt, hängt auch von der Marktstruktur-Klarheit durch Gesetze wie den CLARITY Act ab – dessen Verabschiedung Branchenvertreter innerhalb der nächsten zwei Wochen erwarten.

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