Ethereum notiert aktuell rund 33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, doch die Stimmung unter Experten beginnt sich spürbar zu drehen. Während der Kurs zum Jahresstart 2026 eher seitwärts tendiert, veröffentlichte die Großbank Standard Chartered nun eine extrem bullische Prognose. Die wachsende Diskrepanz zwischen stagnierenden Preisen und boomenden Netzwerk-Daten deutet auf eine mögliche Unterbewertung hin.

Ambitionierte Prognose der Analysten

Geoff Kendrick, Analyst bei Standard Chartered, sieht das Jahr 2026 als potenziellen Wendepunkt für die zweitgrößte Kryptowährung. In einem am heutigen Montag veröffentlichten Report prognostiziert die Bank, dass Ethereum (ETH) seine relative Schwäche gegenüber Bitcoin ablegen und zu alter Stärke zurückfinden wird.

Die Kursziele sind dabei offensiv gewählt: Für das laufende Jahr 2026 stellt die Bank einen Anstieg auf 7.500 US-Dollar in Aussicht. Langfristig trauen die Experten dem Netzwerk sogar noch deutlich mehr zu und haben ein neues Kursziel von 40.000 US-Dollar bis Ende 2030 ausgegeben. Begründet wird dieser Optimismus mit sich verbessernden Fundamentaldaten und einer erfolgreichen Skalierung der Blockchain-Kapazitäten.

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Fundamentale Stärke trotz Kursflaute

Während der Kurs aktuell bei 3.128 US-Dollar notiert, zeigen die "On-Chain"-Daten – also die direkten Aktivitäten auf der Blockchain – ein anderes Bild. Das Jahr 2025 endete mit mehreren Rekorden:
* Transaktionen: Die täglichen Transaktionen erreichten im Dezember ein Allzeithoch von 2,23 Millionen.
* Stablecoins: Das Transfervolumen überstieg im vierten Quartal 2025 die Marke von 8 Billionen US-Dollar.
* Marktdominanz: Ethereum hält weiterhin Marktanteile von rund 57 Prozent bei Stablecoins und etwa 65 Prozent bei sogenannten Real-World Assets (RWAs).

Diese Diskrepanz zwischen Preis und Nutzung wird zusätzlich durch institutionelle Käufe untermauert. Firmen wie Bitmine Immersion Technologies setzen ihre Akkumulation von ETH fort, auch wenn der breite Zufluss über ETFs zu Jahresbeginn ins Stocken geriet und zuletzt sogar Abflüsse verzeichnete.

Der Blick nach Washington

Ein entscheidender Katalysator für die von Standard Chartered erwartete Aufholjagd könnte aus der Politik kommen. Der "CLARITY Act", ein Gesetzesentwurf zur Schaffung eines klaren regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte, steht kurz vor wichtigen Hürden.

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte dies laut Kendrick insbesondere für den DeFi-Sektor (Dezentrale Finanzen) auf Ethereum den Weg frei machen. Marktteilnehmer blicken daher gespannt auf den 15. Januar, wenn der US-Senat das Gesetz prüfen soll. Zusammen mit den technischen Bestrebungen, das fragmentierte Ökosystem wieder benutzerfreundlicher zu gestalten, liegen die fundamentalen Bausteine für eine Neubewertung bereit – nun muss der Markt diese nur noch einpreisen.

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