Ethereum zeigt seit Wochen ein ungewöhnliches Verhaltensmuster: Während Bitcoin weiterhin die Richtung des Kryptomarktes bestimmt, entwickelt ETH zunehmend eine eigenständige Dynamik. In der vergangenen Woche konnte Ethereum zeitweise mehr als doppelt so stark zulegen wie Bitcoin – bei Rücksetzern verloren beide Assets jedoch etwa gleich viel. Diese veränderte Korrelation deutet auf eine strukturelle Verschiebung in der Nachfrage hin.

Der Kurs selbst bewegt sich seit dem 21. November in einer eng begrenzten Handelsspanne. Bitcoin kletterte zu Wochenbeginn kurzzeitig über 92.000 US-Dollar, Ethereum zog mit – doch die Gewinne wurden schnell wieder abgegeben. Ein vertrautes Muster der vergangenen Monate. Die entscheidende Frage: Kann sich ETH langfristig vom BTC-Kurs lösen oder droht ein erneuter Absturz?

Fundamentale Stärke trifft auf technische Schwäche

Ethereum dominiert weiterhin zentrale Wachstumsbereiche: Stablecoins, Tokenisierung realer Vermögenswerte und dezentrale Finanzanwendungen laufen überwiegend im Ethereum-Ökosystem. Transaktionszahlen und das gebundene Kapital steigen kontinuierlich – eine nutzungsgetriebene Nachfrage, die weniger spekulativ ist als bei Bitcoin. Institutionelles Interesse an tokenisierten Assets verstärkt diesen Trend zusätzlich.

Technisch zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Elliott-Wellen-Analyse offenbart überwiegend korrektive Muster statt dynamischer Impulswellen. Im Chart zeichnet sich eine Dreiecksformation ab, interpretierbar als Welle 4 oder B-Welle – beide Varianten würden eine spätere Fortsetzung nach unten nahelegen. Solange Ethereum unter dem Januarhoch bei 3.550 US-Dollar bleibt, behalten die Bären die Oberhand.

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Kritische Marken entscheiden über die Richtung

Der Widerstandsbereich zwischen 3.148 und 3.253 US-Dollar stellt kurzfristig die entscheidende Hürde dar. Bereits am Wochenende wirkte dieser Bereich als Deckel – ein Ausbruch blieb aus. Ein erneuter Anlauf ist möglich, doch erst eine klare Übernahme würde Raum für weitere Anstiege schaffen. Scheitert der Markt dort erneut, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Abverkauf deutlich.

Auf der Unterseite liegt die erste relevante Unterstützung im Bereich 2.930 bis 2.940 US-Dollar entlang der unteren Trendlinie. Ein Bruch dieser Zone würde den Weg in Richtung tieferer Niveaus öffnen. Die Konsolidierung könnte sich noch länger hinziehen – in solchen Phasen entstehen häufig Fehlsignale ohne echte Trendwende.

Trilemma gelöst – Umsetzung dauert

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht das jahrzehntelang diskutierte Blockchain-Trilemma mittlerweile als gelöst an. Neue Skalierungstechnologien ermöglichen es demnach, Sicherheit, Dezentralisierung und Skalierbarkeit gleichzeitig zu gewährleisten – eine technische Meisterleistung, an der die Blockchain-Welt lange gescheitert ist. Bis zur vollständigen Umsetzung wird es allerdings noch dauern.

Diese fundamentale Entwicklung könnte mittelfristig zusätzliche Nachfrage generieren, sofern die technischen Hürden überwunden werden. Aktuell bleibt Ethereum jedoch im Beobachtungsmodus ohne klares Setup – die nächsten Tage werden zeigen, ob die relative Stärke gegenüber Bitcoin ausreicht oder ob ein erneuter Rücksetzer bevorsteht.

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