Ethereum: Ein Luftschloss?
Ethereum startet nervös in die Woche. Auslöser ist weniger ein einzelnes Krypto-Event, sondern ein makrogetriebener Stimmungswechsel: Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Chef der US-Notenbank hat am Markt eine „hawkishe“ Reaktion ausgelöst. Parallel versucht Ethereum, seine Governance robuster zu machen – ausgerechnet jetzt, wo die Volatilität wieder dominiert.
Liquidationen reißen Positionen mit
Über das Wochenende und bis heute kam es laut den im Quelltext genannten Daten zu Liquidationen von mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar innerhalb von 24 Stunden – der höchste Wert seit dem „1011 Crash“ im Oktober 2025. Auffällig: Rund 95% der Zwangsschließungen trafen Long-Positionen. Das ist ein klares Zeichen für Deleveraging, also den schnellen Abbau gehebelter Wetten.
Als Treiber nennt der Quelltext vor allem drei Faktoren:
- ein festerer US-Dollar,
- geopolitische Spannungen,
- und die Sorge, dass eine von Warsh geführte Fed aggressiver straffen könnte.
Die Stimmung kippte entsprechend: Der „Fear & Greed Index“ fiel auf 14 und signalisiert „extreme fear“. Ethereum selbst testet dabei eine zentrale Unterstützungszone um 2.200 US-Dollar.
Institutionelle Bestände: Verluste auf dem Papier
Der Preisrutsch trifft besonders große Halter. Im Fokus steht BitMine Immersion (BMNR) als eine Art Proxy für Ethereum-Exposure. Laut The Tokenist und FinanceFeeds hält BitMine über 4,24 Millionen ETH. Durch den Rückgang in den niedrigen 2.000er-Bereich sind die nicht realisierten Verluste auf dieser Position auf über 6 Milliarden US-Dollar angeschwollen.
Auch die Größenordnung der Vermögensverschiebung ist bemerkenswert: Das ETH-Portfolio, das im Oktober 2025 laut Quelltext noch knapp 14 Milliarden US-Dollar wert war, liegt nun bei etwa 9,6 Milliarden US-Dollar. Entsprechend geriet auch die BMNR-Aktie unter Druck (mehr als -11% im vorbörslichen Handel). Im Artikel wird zudem Tom Lee zitiert, der für 2026 vor einem schwierigen Start warnt – mit Blick auf Deleveraging-Risiken, wenn institutionelles Kapital sich an „die neue Preisrealität“ anpasst.
Buterin dreht bei Governance nach
Während der Markt Positionen abbaut, läuft die technische Debatte weiter. Heute veröffentlichte Mitgründer Vitalik Buterin einen Vorschlag für ein zweistufiges Governance-Modell – inklusive eines Richtungswechsels: Anders als noch im August 2024 spricht er sich nun für mehr Anonymität aus.
Kern des Konzepts ist der Einsatz von MACI (Minimum Anti-Collusion Infrastructure) und die Trennung in:
1. Execution Layer: mit Prediction Markets zur besseren Nachvollziehbarkeit und Rechenschaft,
2. Preference Layer: mit anonymem Voting, um Stimmenkauf und 51%-Attacken zu erschweren.
Der Hintergrund ist klar: In Phasen, in denen viel ETH bei großen Akteuren gebündelt ist (wie aktuell bei institutionellen Haltern), steigt die Relevanz von Schutzmechanismen gegen „feindliche Übernahmen“ auf Governance-Ebene.
Fahrplan 2026 und die kurzfristige Klammer
Auf der technischen Seite stehen für das erste Halbjahr 2026 das „Glamsterdam“-Upgrade (mit Proposer-Builder Separation/PBS) und später im Jahr „Hegota“ (mit Verkle Trees zur effizienteren Node-Verarbeitung) auf dem Plan.
Kurzfristig bleibt aber die Marktmechanik entscheidend: Ethereum notiert heute bei 2.274,88 US-Dollar und damit auf dem 52‑Wochen-Tief. Nach den großflächigen Liquidationen richtet sich der Blick vor allem darauf, ob stark gehebelte Akteure ihre Positionen ohne weiteren Verkaufsdruck halten können – denn genau dort entscheidet sich, ob aus dem aktuellen Stress nur ein Reset wird oder eine längere Durststrecke.
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