Ethereum: Aufwärtspotenzial nahe!
Handelskonflikte und geopolitische Spannungen drücken heute auf den Kryptomarkt – auch auf Ethereum. Während Kapital in klassische „sichere Häfen“ fließt, geraten riskantere Anlagen spürbar unter Druck. Gleichzeitig zeigen die Netzwerkdaten ein anderes Bild: Nutzung und Aktivität auf Ethereum erreichen Höchststände, obwohl der Kurs deutlich Abstand von früheren Hochs genommen hat.
Geopolitik belastet Risikoanlagen
Auslöser der aktuellen Schwächephase sind erneut politische Schlagzeilen. US-Präsident Trump droht ab dem 1. Februar mit zunächst 10-prozentigen Zöllen auf Importe aus acht EU-Staaten, darunter Deutschland, Großbritannien und Dänemark. Im Raum stehen sogar Erhöhungen auf bis zu 25 Prozent, gekoppelt an diplomatische Spannungen rund um Grönland.
Diese Unsicherheit sorgt für eine typische Reaktion an den Märkten: Risiko wird reduziert, Kapital umgeschichtet. Gold legte um rund 2 % zu und markierte ein neues Rekordhoch bei 4.700 US‑Dollar je Unze. Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum konnten von dieser Flucht in Sicherheit dagegen nicht profitieren. Bitcoin rutschte unter 93.000 US‑Dollar und zog den Altcoin-Markt, inklusive Ether, mit nach unten.
Im Ergebnis liegt Ethereum heute bei rund 3.222 US‑Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich trotz der aktuellen Belastung noch ein Plus von gut 3 %, seit Jahresbeginn rund 7 %. Vom 52‑Wochen-Hoch ist der Kurs jedoch mehr als 30 % entfernt.
Derivate: Liquidationen verstärken den Druck
Der abrupte Rückgang blieb nicht ohne Folgen im Derivatemarkt. Laut Montagsberichten unter Verweis auf CoinGlass summierten sich die Krypto-Liquidationen innerhalb von 24 Stunden auf rund 875 Millionen US‑Dollar.
Für Ethereum im Detail:
- Liquidationen: Rund 156 Millionen US‑Dollar an ETH-Futures wurden zwangsweise glattgestellt. Besonders stark traf es Long-Positionen: Über 119 Millionen US‑Dollar an bullischen Wetten wurden ausgelöscht, als wichtige Unterstützungen fielen.
- Börsenflüsse: Zwischen dem 18. und 19. Januar flossen mehr als 517.000 ETH von Handelsplattformen ab. Marktbeobachter werten dies als Hinweis darauf, dass größere Adressen trotz des Kursrückgangs verstärkt einsammeln und in Cold Wallets transferieren.
- Technik: Der Rücksetzer drückte Ethereum unter die 100- und 200-Tage-EMA. Das kurzfristige Momentum dreht damit klar nach unten. Der Krypto „Fear & Greed Index“ fiel auf 44 Punkte und signalisiert eine Phase der Angst.
Charttechnisch bleibt der Markt damit anfällig für weitere Ausschläge, zumal die jüngste Bewegung nicht nur von Spot-Verkäufen, sondern auch von Zwangsliquidationen getrieben wurde.
On-Chain-Daten: Nutzung legt weiter zu
Parallel zur Schwäche im Kurs zeigt die Blockchain selbst ein deutlich robusteres Bild. Die Netzwerkaktivität erreicht neue Höchststände – ein Bruch zwischen Preis und Fundamentaldaten.
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Rekord beim Transaktionsvolumen
Aktuell verarbeitet Ethereum fast 2,8 Millionen Transaktionen pro Tag. Im Jahresvergleich ist das ein deutlicher Sprung. Treiber sind vor allem das Ende 2025 eingeführte „Fusaka“-Upgrade sowie der starke Ausbau von Layer‑2-Lösungen, die mehr Aktivität zu geringeren Kosten ermöglichen.
Nutzeraktivität auf Mehrjahreshoch
Auch bei der Zahl aktiver Adressen zieht die Kurve an. Über 800.000 täglich aktive Ethereum-Adressen markieren ein Mehrjahreshoch und deuten auf eine breite Nutzung hin. Zählt man Interaktionen auf Layer‑2-Netzwerken hinzu, ist die aktive Nutzerbasis in den vergangenen 30 Tagen um mehr als 50 % gewachsen.
Gebühren und Staking
- Transaktionsgebühren: Die durchschnittlichen Gasgebühren auf dem Mainnet liegen trotz hoher Aktivität lediglich zwischen 0,15 und 0,20 US‑Dollar je Transaktion. Skalierung über Layer 2 entlastet das Hauptnetz spürbar.
- Staking: Rund 36 Millionen ETH – etwa 30 % des zirkulierenden Angebots – sind in Staking-Verträgen gebunden. Das deutet darauf hin, dass viele Investoren weiterhin langfristig orientiert bleiben und ihr Kapital nicht kurzfristig bewegen.
In Summe untermauern die On‑Chain-Daten, dass die Nutzung des Netzwerks wächst, auch wenn der Marktpreis derzeit unter politischen Themen und Risikoaversion leidet.
Ökosystem und Kapitalflüsse
Layer‑2-Lösungen dominieren das Volumen
Die Layer‑2-Schicht hat sich zur dominierenden Ebene für Transaktionen entwickelt: Rund 85 % der Aktivität laufen inzwischen über entsprechende Skalierungslösungen. Besonders hervorsticht „Base“, das von Coinbase initiierte Layer‑2-Netzwerk. Es vereint 62 % der Layer‑2-Umsätze auf sich und profitiert von Ethereums Fokus auf Rollups und Skalierbarkeit.
Institutionelles Interesse bleibt
Trotz der heutigen Verkaufswelle war die Vorwoche von deutlichen Zuflüssen geprägt. Zwischen dem 10. und 16. Januar verzeichneten digitale Asset-Investmentprodukte Nettozuflüsse von 2,17 Milliarden US‑Dollar. Spot-Ethereum-ETFs steuerten 479 Millionen US‑Dollar bei. Institutionelle Anleger hatten damit unmittelbar vor dem aktuellen geopolitischen Rücksetzer ihre Engagements ausgebaut.
Protokoll-Updates
Am heutigen 19. Januar setzte zudem ein spezifisches Protokoll-Ereignis einen Akzent im Ökosystem: Das ETHGas (GWEI)-Projekt schloss um 08:00 Uhr (UTC+8) seinen Snapshot für einen geplanten Airdrop ab. Grundlage für die Teilnahme ist der historische Gasverbrauch auf dem Ethereum-Mainnet, was vor allem langfristig aktive Nutzer belohnt.
Ausblick: Entscheidende Unterstützungszone
Für den weiteren Verlauf des Tages und der kommenden Tage rückt aus Marktsicht vor allem der Bereich um 3.150 US‑Dollar in den Fokus. Hält diese Zone als Unterstützung, könnte sich der Markt rasch beruhigen und die starken Fundamentaldaten – hohe Nutzung, solide Staking-Quote und anhaltendes institutionelles Interesse – wieder stärker auf den Kurs auswirken.
Sollte sich der Konflikt zwischen den USA und der EU jedoch verschärfen und die Risikoaversion anhalten, wären auch tiefere Liquiditätszonen denkbar. Kurzfristig bestimmt damit die politische Nachrichtenlage den Takt, während die strukturellen Daten im Hintergrund ein vergleichsweise stabiles Fundament für Ethereum zeichnen.
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