Eigentlich lieferte Barrick Mining für das abgelaufene Quartal starke Finanzkennzahlen und einen beeindruckenden Free Cash Flow. Doch die Anleger reagierten verschnupft und schickten das Papier in dieser Woche auf Talfahrt. Verantwortlich dafür ist eine toxische Mischung aus sinkenden Produktionszielen für das Jahr 2026, steigenden Kosten und einem überraschenden Rechtsstreit mit dem Konkurrenten Newmont.

Paradoxe Marktreaktion und Kostenprobleme

Obwohl geopolitische Spannungen im Nahen Osten normalerweise die Nachfrage nach sicheren Häfen anheizen, geriet der Goldpreis in dieser Woche unter Druck. Der Grund liegt im gleichzeitig erstarkenden US-Dollar, der das Edelmetall für Inhaber anderer Währungen verteuert. Dies belastete die Barrick-Aktie zusätzlich, die in der Spitze rund 13 Prozent verlor.

Noch schwerer wiegen jedoch die unternehmensspezifischen Probleme. Das Management musste die Produktionsziele für das Geschäftsjahr 2026 auf 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen zurückschrauben – ein spürbarer Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig klettern die Kosten: Die für Minenbetreiber wichtige Kennzahl der "All-in-Sustaining Costs" (AISC) soll 2026 auf eine Spanne von 1.760 bis 1.950 Dollar pro Unze steigen. Diese Margenkompression verunsichert Investoren, obwohl die Kasse dank 1,62 Milliarden Dollar Free Cash Flow im vierten Quartal eigentlich gut gefüllt ist.

Rechtsstreit gefährdet Strategie

Zusätzliche Unruhe bringt ein juristisches Tauziehen mit dem Partner Newmont. Barrick plant eigentlich, seine nordamerikanischen Assets in einem Börsengang abzuspalten, um Werte zu heben. Newmont sieht durch Barricks Fokus auf das eigene Projekt „Fourmile“ jedoch Vertragsverletzungen im gemeinsamen Joint Venture „Nevada Gold Mines“ und hat rechtliche Schritte eingeleitet.

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Da dieses Joint Venture laut Analysten rund 60 Prozent des gesamten Unternehmenswertes ausmacht, ist der Konflikt weit mehr als eine Randnotiz. Er könnte den geplanten Teilverkauf, der frisches Kapital in die Kassen spülen sollte, erheblich verzögern oder sogar blockieren.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Experten reagierten prompt, aber besonnen auf die neuen Daten. Häuser wie CIBC und Canaccord senkten zwar ihre Kursziele auf 67 Dollar beziehungsweise 77 kanadische Dollar, hielten aber an ihren Kaufempfehlungen fest. Die Analysten setzen darauf, dass der weiterhin historisch hohe Goldpreis die gestiegenen operativen Kosten mittelfristig kompensieren kann und sehen im Projekt „Fourmile“ einen langfristigen Wachstumstreiber.

Die Aktie notiert aktuell bei 45,42 US-Dollar. Angesichts der schwelenden Unsicherheiten bezüglich der Nordamerika-Strategie und der Produktionskürzungen dürfte die Volatilität in den kommenden Wochen hoch bleiben. Eine nachhaltige Stabilisierung des Kurses hängt nun maßgeblich davon ab, ob Barrick im laufenden Jahr beweisen kann, dass die Kostenkontrolle greift.

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